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Passionsoratorium

Grundlage der Passionsvertonungen ist die Leidensgeschichte Christi nach den vier Evangelisten. Die musikalische Gestaltung und Aufführung mit verteilten Rollen – Evangelist: Erzählerpart; Soliloquenten: Einzelpersonen (Jesus, Petrus, Pilatus etc.); Turbae: Gruppen (Juden, Kriegsknechte) – ist schon seit dem 9. Jahrhundert belegt. Seit etwa 1500 finden sich erste mehrstimmige Vertonungen, zunächst in Form der mehrstimmig durchkomponierten motettischen Passion. Diese Form wird abgelöst von der responsorialen Passion, bei der der Evangelist immer solistisch, die Soliloquenten 1–3stg. und die Turbae immer chorisch ausgeführt werden (J. Walter, H. Schütz). Die oratorische Passion des 17./18. Jahrhunderts schließlich baut kontemplative Choräle, Rezitative und Arien in das Passionsgeschehen mit ein (Höhepunkt der Gattung sind die Passionen von Bach). Die Passionsoratorien des 18./19. Jahrhunderts vertonen keinen Bibeltext, sondern frei gedichteten, das Leidensgeschehen betrachtenden Text (Graun: Der Tod Jesu, 1756).

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