Prof. Dr. Udo Bermbach verstorben
Der Politologe und Wagner-Forscher starb im alter von 86 Jahren
Der Politologe und Wagner-Forscher Udo Bermbach ist nach schwerer Krankheit am 10. Juli 2024 in Hamburg im Kreis seiner Familie im Alter von 86 Jahren verstorben. Udo Bermbach, geboren 1938, war von 1971-2002 Professor für Politische Ideengeschichte an der Universität Hamburg. 1999/2000 ging er als Fellow an das Wissenschaftskolleg zu Berlin.
Eminenter Wagner-Kenner
Udo Bermbach gilt als einer der versiertesten und originellsten deutschen Wagner-Kenner. Mit seinen Arbeiten zu dessen Werken, zu den Bayreuther Festspielen und zu der ideologiegeprägten Wagner-Rezeption hat er Maßstäbe gesetzt. Er war Autor der Bayreuther Programmbücher und schrieb für Programmhefte großer Opernhäuser. Als Gründer und Mitherausgeber der internationalen Zeitschrift „wagnerspectrum“ gab er wichtige Impulse für die Wagner-Forschung. 2000 wirkte er als Konzeptdramaturg bei Jürgen Flimms Bayreuther Ring-Inszenierung mit.
Wichtige Publikationen
Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören „Der Wahn des Gesamtkunstwerks. Richard Wagners politisch-ästhetische Utopie“ (1994/2004), „Blühendes Leid – Politik und Gesellschaft in Richard Wagners Musikdramen“ (2003), „Richard Wagner in Deutschland. Rezeption – Verfälschungen“ (2011), „Houston Stewart Chamberlain. Wagners Schwiegersohn - Hitlers Vordenker (2015), „Die Entnazifizierung Richard Wagners. Die Programmhefte der Bayreuther Festspiele 1951 – 1976“ (2020) und „Der anthroposophe Wagner. Rudolf Steiner über Richard Wagner“ (2021).
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