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Meldung vom 19.01.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Igor Kuljerić: Kroatisches Glagolitisches Requiem

Deutsche Erstaufführung im Rahmen der Reihe Paradisi gloria

Im zweiten Konzert der Reihe Paradisi gloria 2019/2020 präsentiert das Münchner Rundfunkorchester zusammen mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks das Kroatische Glagolitische Requiem von Igor Kuljerić, einem der bedeutendsten Vertreter kroatischer Musik im 20. Jahrhundert. Er vereint in diesem 1996 entstandenen Werk die Struktur der römisch-katholischen Totenliturgie mit der altkirchlichen Tradition des östlichen Mittelmeerraums, wie er in der so genannten Glagolitza, der ältesten slawischen Schrift, überliefert wird. Am Freitag, 14. Februar 2020 kommt dieses Werk unter der Leitung des kroatischen Chefdirigenten des Münchner Rundfunkorchesters, Ivan Repušić zur deutschen Erstaufführung.

Preisgekröntes Werk des kroatischen Komponisten

Igor Kuljerić (1938 – 2006) war jahrzehntelang die zentrale Persönlichkeit der kroatischen Musikpflege. Er leitete Orchester und Chöre, gründete Kulturinstitutionen, Festivals und Konzertreihen. Als Komponist stand Kuljerić unter dem Einfluss der italienischen Avantgarde um Luigi Nono und schuf Werke in vielen Gattungen, darunter Symphonisches, Filmmusik und Kammermusik. Später beschäftigte Kuljerić sich intensiv mit den regionalen Traditionen in der Volksmusik und der geistlichen Musik. So greift er in seinem Kroatischen Glagolitischen Requiem die mittelalterliche Tradition der Glagolitza auf, die es der slawischen Bevölkerung Dalmatiens und Istriens erlaubte, den katholischen Ritus in ihrer eigenen Sprache zu pflegen. Die Uraufführung dieses Werks fand am 27. Juli 1996 im Rahmen der Musikabende in Donat statt, das Werk wurde daraufhin mit dem „Josip Slavenski“-Preis für die „bedeutendste Errungenschaft zeitgenössischer kroatischer Musik 1996“ ausgezeichnet.

Der Konzertabend beginnt mit einem Satz aus Olivier Messiaens Quatuor pour la fin du temps. Messiaen komponierte dieses Werk während seiner Kriegsgefangenschaft im Lager Görlitz, wo er es 1941 zusammen mit anderen Lagerinsassen zur Uraufführung brachte. Eberhard Knobloch, der Solo-Klarinettist des Münchner Rundfunkorchesters, bringt daraus den Satz für Klarinette solo – Abîme des oiseaux – zur Aufführung.

Karten: 34,- bis 25,- €, (Schüler und Studenten 8,- € über BRticket www.shop.br-ticket.de oder Tel. 0800 / 5900 594 sowie über MünchenTicket, www.muenchenticket.de oder Tel. 089 / 54 81 81 81.

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