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Meldung vom 11.05.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Yoav Levanon debütiert beim WDR Sinfonieorchester

Konzerte am 16. und 17. Mai 2026 in Köln und Dortmund

Der junge hochbegabte Pianist Yoav Levanon debütiert beim WDR Sinfonieorchester. Der 22-jährige Wahlberliner israelischer Abstammung kann mit Fug und Recht als Wunderkind bezeichnet werden. Schon im Alter von vier Jahren sammelte er erste Konzerterfahrungen, trat im Alter von sieben Jahren in der Carnegie Hall auf und wurde 2019 als einer der jüngsten Pianisten beim renommierten Verbier Festival bejubelt. Franz Liszt gehört zu Levanons favorisierten Komponisten. Auf aktuellen Einspielungen macht er eine besondere Nähe zu Liszt und ein tiefes Verständnis seiner Musik deutlich.

Selten aufgeführte Werke

Gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester präsentiert Yoav Levanon in Köln und Dortmund dessen erstes Klavierkonzert. “A powerful player (…) nimble and articulate in the virtuoso passages, dramatic with the rhetorical flourishes, tender and lyrical when required,” schreibt das BBC Music Magazine über den jungen Pianisten. Über Dirigent Constantinos Carydis schreibt die Kulturredaktion der Salzburger Nachrichten, er sei „als kompromissloser Gestalter und Reanimator scheinbar vertrauter Werke immer eine Bereicherung im Konzertbetrieb.“ Jetzt leitet er erneut das WDR Sinfonieorchester und setzt mit zwei spannenden griechischen Raritäten eine dramaturgische Idee um.

Weit gepannter musikalischer Bogen

Der 1960 geborene Komponist Periklis Koukos hat die Odyssee-Rhapsodie Prooimion geschrieben, ein Stück wie ein Erinnerungsstrom, in dem sich das Orchester wie eine lebendige, bewegliche Landschaft entfaltet. Koukos’ Ansatz beim Umgang mit der Antike ist weniger museal als vielmehr aktuell und dynamisch. Von Minas Borboudakis, geboren 1974, stammt das Klavierstück Katharsis, das in seiner Konzentriertheit wie ein Gegenentwurf zu Liszts großer Geste gleich nach dessen Klavierkonzert erklingt. Das Klavier wird zum Resonanzkörper, zur Mechanik, zum Ort von Anschlag, Nachhall und freigelegter Energie.

Schostakowitschs schwierige Balance zwischen Regime und Künstlertum

Der zweite Teil des Konzerts ist Dmitri Schostakowitsch und seiner hochemotionalen Sinfonie Nr. 5 gewidmet. Der Komponist selbst beschrieb das Werk als „das Werden der Persönlichkeit“, doch die Musik von 1937 trägt auch die Spuren der Ära Stalin und wird oft als strategische Reaktion auf die massive Kritik des sowjetischen Regimes an seinen früheren Werken gedeutet. Die Sinfonie mäandert zwischen „romantischer Beschaulichkeit, groteskem Militarismus, rustikalem Tanz und plakativem Siegesjubel.“ (Werner Bodendorff)

Samstag 16. Mai 2026 | 20.00 Uhr | Kölner Philharmonie

Sonntag 17. Mai 2026 | 16 Uhr | Konzerthaus Dortmund

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