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Aktuelle Meldung vom 07.08.2018

Uraufführung des Balletts „I’m not scared“ auf dem Julierturm

Szenenfoto aus I

Szenenfoto aus I'm not scared, Foto: Alices Das Neves

Am Sonntagabend fand auf dem Julierpass die Uraufführung des Balletts I’m not scared von Ilia Jivoy statt. Der Jungstar unter den russischen Choreographen erzählt von innerer Revolution, von Widerstand gegen angemahntes Schicksal, von der menschlichen Kraft, Gegebenes zu verändern. Auf der Bühne standen einige der begabtesten Solisten des Mariinsky-Balletts, unter ihnen Xander Parish, Kateryna Chebykina und Roman Belyakov. Das Publikum war begeistert und dankte mit langanhaltenden stehenden Ovationen.

Das Marijinsky-Ballett in St. Petersburg gehört zu den größten und bedeutendsten Ensembles der Welt. Auf der Bühne des ehemaligen kaiserlichen Theaters wurde eine ganze Reihe der großen Werke der Ballettlitteratur uraufgeführt, unter ihnen Tchaikovskys Werke Nussknacker und Dornröschen. Zum Repertoire der Kompanie gehören die großen Ballettklassiker, die im Westen weitgehend unbekannten Werke der Sowjetzeit sowie moderne Ballettkreationen.

Unter den zeitgenössischen, jungen Choreographen nimmt Ilia Jivoy eine besondere Position ein. Seine Interpretation von Vivaldis Vier Jahreszeiten in der Fassung von Max Richter gehört zu den erfolgreichsten Produktionen der jüngeren Zeit und wird immer wieder auf den Spielplan des Mariinsky-Theaters gesetzt.

Jivoy lässt sechs Tänzer auf der Bühne agieren. Xander Parish, Principal am Mariinsky mit englischer Herkunft, gibt den tragischen Helden, einen jungen Mann, der erkrankt, unter sozialen Druck gerät, ausgestoßen wird, seine große Liebe verliert. Jivoy zeichnet den Verfall mit eindringlichen Mitteln. Die Unbeschwertheit des Anfangs, der von verspielter Jugend erzählt, weicht einer schicksalshaften Bedrohung. Die Gefährten aus guten Tagen mutieren zu rächenden Erinnyen, die unter der Bühne hervorschnellen und lauthals auf den Holzboden einschlagen. Am Schluss lässt Jivoy sein Liebespaar auf der Bühne entschweben und versöhnt mit einem ungewöhnlich inszenierten Applaus.

Die Musik des Komponisten Ezio Bosso schuf emotionale Intensität. Der schwerkranke Komponist stand mit seinem praktizierten Widerstand gegen seine eigene unheilbare Krankheit auch Pate für die zentrale Figur des Stückes. Die Aufführung bestach ferner durch kluge Dramaturgie, einem wunderbaren Lichtspiel von Konstantin Binkin und den reduzierten, eleganten Kostümen von Sonya Vartanyan. Die Tänzer des Mariinsky-Balletts gelten als die technisch versiertesten Tänzer der Welt. Auf dem Julierturm zeigte sich ihr hohes Können in der Präzision des Spiels und in unvergleichlicher Anmut.


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