Debüt von Jacques Forestier in Potsdam
Musikalischer Salon im Palais Lichtenau
Am 24. September begrüßt die Kammerakademie Potsdam erstmals den aufstrebenden Geiger Jacques Forestier in Potsdam. Der Gewinner des Joseph Joachim Violinwettbewerbs 2024 bestreitet in der Spielzeit 2026.27 seine erste vollständige Konzertsaison. In Potsdam gestaltet er gemeinsam mit den Orchestermitgliedern Roman Tulchynsky, Jennifer Anschel und Ulrike Hofmann einen Musikalischen Salon im historischen Palais Lichtenau. Das Streichquartett kombiniert Werke von Antonín Dvořák, Clarice Assad und Samuel Barber zu einem Programm, das europäische Kompositionstradition und amerikanische Musik miteinander verbindet.
Zwischen Prag und Iowa
Das kleine Terzetto gilt als unscheinbares Juwel im Œuvre Antonín Dvořáks. Mit betörenden Klangfarben zeugt es von seiner intensiven Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten des Streicherklangs und entfaltet mit wenigen Mitteln eine erstaunliche Vielfalt an Melodien und Charme. Inspirationen für das Amerikanische Quartett sammelte Dvořák bei morgendlichen Spaziergängen in Iowa: Vogelrufartige Motive und volksmusikalische Weisen, die man mit den USA verbindet, deren Wurzeln jedoch in Europa liegen, schlagen eine musikalische Brücke über den Atlantik.
Facetten der Vielfalt
Mit den Canções da America erkundet die brasilianische Komponistin Clarice Assad die Musik der Nachbarländer Uruguay, Bolivien, Paraguay und Argentinien. Inspiriert von Gesängen, Tänzen und Rhythmen, entfalten die sechs Sätze unterschiedliche Facetten des Kontinents: Die Reise beginnt in der Zeit vor der europäischen Kolonialisierung und führt bis zum modernen Tango von Buenos Aires. Das Werk ist eine liebevolle Hommage an die kulturelle Vielfalt Südamerikas.
Dass das Adagio aus dem Streichquartett op. 11 einmal zum musikalischen Ausdruck kollektiver Trauer werden würde, konnte Samuel Barber 1936 nicht ahnen. Für den Komponisten war sein bekanntestes Werk Fluch und Segen zugleich: Es machte ihn berühmt, reduzierte ihn jedoch gleichzeitig darauf. Geprägt von ausschwingenden Melodien und intensiver emotionaler Spannung, kann es jedoch über die Trauer hinaus auch für Hoffnung, Transzendenz oder Verklärung stehen.
Tickets für den Musikalischen Salon Amerikanische Gesänge am 24. September sind zu einem Preis von 29,10 € (inklusive Gebühren) erhältlich:
- in der Ticketgalerie des Nikolaisaals
- telefonisch unter 0331 28 888 28
- per E-Mail an service@nikolaisaal.de
- online unter www.kammerakademie-potsdam.de
- an der Abendkasse ab 18 Uhr
Die U30-Kulturtickets sind für 12,30 € online erhältlich.
Die Kammerakademie Potsdam
Die Kammerakademie Potsdam ist das Hausorchester des Nikolaisaals und prägt mit Neugier und Spielfreude das Musikleben der Landeshauptstadt. Von Potsdam aus gastiert das Ensemble regelmäßig auf Konzerttourneen im In- und Ausland. Preisgekrönte CD-Einspielungen, mehrere OPUS KLASSIK Auszeichnungen sowie die Gründung der ersten Orchesterakademie Brandenburgs unterstreichen den Erfolg und Innovationsgeist des Orchesters. Seit Sommer 2025 liegt die künstlerische Leitung bei dem Dirigenten und Oboisten François Leleux. Er folgte auf Antonello Manacorda, der dem Orchester seither als Ehrendirigent verbunden ist.
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