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Meldung vom 26.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Saisonfinale mit Hilary Hahn in Hamburg

Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg und GMD Omer Meir Wellber

Mit der ersten Saison unter dem neuen Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber begibt sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg auf eine spielerische und zugleich tiefgehende Reise zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Unter dem Titel ZeitSpiele entstehen neue Perspektiven auf das klassische Repertoire: Für alle Philharmonischen Konzerte der Saison wurden zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten eingeladen, einen neuen Satz zu bestehenden Werken zu schreiben – ein bewusst offener Dialog zwischen Tradition und Gegenwart.

Das 10. Philharmonische Konzert bildet den Abschluss dieser Reihe und vereint zwei große sinfonische Erzählungen: Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 sowie Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“. Als Solistin in Bruchs Violinkonzert ist die vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Geigerin Hilary Hahn zu erleben, die international zu den herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten ihres Fachs zählt und seit Jahrzehnten die großen Konzertpodien der Welt prägt.

Urauführung von „Niibaashkaa – Travels at Night“

Im Mittelpunkt steht eine besondere musikalische Überschreibung: Für den ersten Satz von Bruchs Violinkonzert hat die kanadische Komponistin Barbara Assiginaak das Werk Niibaashkaa – Travels at Night geschaffen. Der Titel entstammt dem Ojibwe (Anishinaabemowin), einer indigenen Sprache Nordamerikas. Assiginaak beschreibt ihre Komposition als eine Art Zeitreise, in der ein musikalischer Dialog mit dem ursprünglichen Werk entsteht und das Publikum durch „vier Träume“ führt – mit Begegnungen von Natur, Erinnerung und Imagination.

Musikalische Amerika-Impressionen

Die zweite Konzerthälfte erweitert das Thema der Reise in globale Dimensionen: Antonín Dvořáks berühmte Sinfonie Nr. 9 entstand während seines Aufenthalts in den USA und verbindet europäische Tradition mit musikalischen Eindrücken des amerikanischen Kontinents. Dvořák setzte sich intensiv mit afroamerikanischen Spirituals, indigener Musik und den Liedtraditionen europäischer Einwanderer auseinander – und formte daraus eine der ikonischsten Sinfonien der Musikgeschichte.

Zitat Omer Meir Wellber:

„Ich kann kaum glauben, dass unsere erste gemeinsame Saison bereits zu Ende geht. Es war ein intensives Jahr voller Risiko, Freude, Fantasie und Kreativität – getragen von großer Offenheit und gegenseitiger Wertschätzung. Ich bin sehr stolz auf mein Orchester und ebenso dankbar für unser Publikum. Sein Vertrauen und seine Neugier sind alles andere als selbstverständlich und etwas ganz Besonderes. Umso mehr freue ich mich auf die kommende Saison, in der uns Beethoven als Wegweiser durch die dunklen wie auch die hellen, süßen Pfade der musikalischen Welt begleiten wird.“

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