Gürzenich-Orchester Köln: Konzertreise nach Spanien mit Andrés Orozco-Estrada
Als Solistin wird Christiane Karg mitreisen
Andrés Orozco-Estrada geht mit dem Gürzenich-Orchester auf Konzertreise nach Spanien. Auf dem Programm in Girona, Barcelona, Madrid, Valencia und Saragossa stehen die Ouvertüre der Oper Der fliegende Holländer, die Schlussszene aus Richards Strauss‘ Carpriccio und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1 Der Titan. Als Solistin wird Christiane Karg mitreisen. Andrés Orozco-Estrada spannt mit dem Programm der Spanientour einen Bogen über ein Jahrhundert deutscher Musikgeschichte. Werke von Richard Wagner, Richard Strauss und Gustav Mahler zeigen dabei auf ganz unterschiedliche Weise die vielfältige Ausdruckskraft des Gürzenich-Orchesters – von dramatischer Wucht bis zu feinster klanglicher Nuancierung.
Holländer-Ouvertüre und Szene aus Richard Strauss' Capriccio
Mit der Ouvertüre zu Richard Wagners Oper Der fliegende Holländer eröffnet das Konzert mit einem der prägnantesten musikalischen Seestürme der Opernliteratur. Leitmotive, dramatische Steigerungen und orchestrale Farbigkeit verschmelzen zu einem durchgehenden musikalischen Erzählstrom. Der Stoff um den verfluchten Seefahrer geht vermutlich auf eine stürmische Überfahrt Wagners über die Nordsee zurück, die ihn nachhaltig beeindruckte. Die 1843 uraufgeführte Oper markiert zugleich einen wichtigen Schritt hin zu seinem späteren Musikdrama.
In der Schlussszene seiner letzten Oper Capriccio formuliert Richard Strauss ein feinsinniges Vermächtnis: die berühmte Frage, ob Wort oder Musik den Vorrang habe. Entstanden inmitten des Zweiten Weltkriegs, wirkt diese Musik wie ein Rückzug ins Geistige und Zeitlose. Strauss’ elegante Linienführung und seine subtile Ironie verleihen der Szene einen zugleich melancholischen und versöhnlichen Charakter.
Kontrastreiche Mahler-Sinfonie
Der Durchbruch als Sinfoniker gelang Gustav Mahler mit der Sinfonie Nr. 1 D-Dur Titan. Das Werk verbindet Naturklänge, Volksliedhaftes und große emotionale Kontraste zu einer hochpersönlichen Klangwelt. Berühmt ist insbesondere der dritte Satz, in dem Mahler das Kinderlied „Bruder Jakob“ in Moll verwandelt und mit ironischen, beinahe grotesken Klangfarben kontrastiert. Den Beinamen „Titan“ übernahm Mahler zeitweise nach einem Roman von Jean Paul, distanzierte sich später jedoch wieder davon – die Vorstellung eines heroischen Ringens blieb dennoch eng mit der Sinfonie verbunden.
Vielseitige Opern- und Konzertsängerin
Die international renommierte deutsche Sopranistin Christiane Karg gastiert weltweit an den führenden Opernhäusern wie der Metropolitan Opera New York, der Wiener Staatsoper, der Opéra national de Paris und der Bayerischen Staatsoper. Nach ihrem Studium am Mozarteum Salzburg wurde sie früh bei den Salzburger Festspielen entdeckt und prägte als Ensemblemitglied der Oper Frankfurt (2008–2013) ihr lyrisches Repertoire. Neben der Oper ist sie eine gefragte Konzert- und Liedsängerin und arbeitet regelmäßig mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern. Für ihre künstlerische Arbeit wurde sie u. a. mit dem Brahms-Preis und dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.
Konzertreise Spanien
- So 17.05.2026 20 Uhr, Auditori Palau de Congressos de Girona, Girona
- Mo 18.05.2026 20 Uhr, L’Auditori de Barcelona, Barcelona
- Di 19.05.2026 20 Uhr Auditorio Nacional (Sala Sinfónica), Madrid
- Mi 20.05.2026 20 Uhr, Palau de la Música de Valencia, Valencia
- Do 21.05.2026 20 Uhr, Auditoria de Zaragoza, Saragossa
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