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Meldung vom 17.02.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Deutsche Erstaufführung eines unbekannten Werkes von Franz von Suppé

Aufführung von „Extremum Judicium“ – der großformatigen Oratoriumsfassung seines Requiems

Mit Extremum Judicium – der großformatigen Oratoriumsfassung seines Requiems – kommt in der Marktkirche Wiesbaden ein Werk von Franz von Suppé zur Aufführung, das nur äußerst selten zu hören ist. Aus der Entstehungszeit des Komponisten existiert keine belegte vollständige Aufführung dieser Fassung. International wurde das Werk bislang nur in Einzelfällen realisiert. Die Aufführung in Wiesbaden ist damit die erste vollständige Aufführung in Deutschland – und in diesem Sinne eine deutsche Erst- und zugleich eine späte Welturaufführung dieser Version.

Sakrales Werk des Operetten-Komponisten

Franz von Suppé ist vor allem durch seine berühmten Ouvertüren bekannt. In Extremum Judicium zeigt er sich von einer völlig anderen Seite: Das Requiem wird durch dramatische rezitativische und ariose Einwürfe erweitert und zu einem groß angelegten Oratorium über das Jüngste Gericht geformt. Entstanden ist ein Werk zwischen Kirchenmusik, Oper und romantischem Oratorium, das in seiner Dimension und musikalischen Sprache weit über das gängige Bild des Operettenkomponisten hinausweist.

Recherche und Rekonstruktion

Die Grundlage der Aufführung bildet eine aufwendige Recherche und Rekonstruktion des nicht gedruckten Notenmaterials. Damit wird ein bedeutendes, bislang kaum bekanntes Werk der romantischen Sakralmusik erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Marktkirche Wiesbaden bietet für dieses außergewöhnliche Projekt einen eindrucksvollen Rahmen: Der Kirchenraum wird in eine besondere Lichtstimmung getaucht, die Architektur und Musik miteinander verbindet. Ergänzend werden auf Plätzen mit eingeschränkter Sicht große Monitore installiert, sodass Chor, Solisten und Orchester für alle Besucherinnen und Besucher gut erlebbar bleiben.

So entsteht ein Konzert, das musikalische Entdeckung, historisches Interesse und sinnliches Raumerlebnis verbindet – ein Abend, der nicht nur ein selten gespieltes Werk präsentiert, sondern ein Stück Musikgeschichte hörbar macht.

Franz von Suppé: Extremum Judicium (Oratoriumfassung des Requiems)

Deutsche Erstaufführung dieser Fassung (keine belegte vollständige Aufführung zu Suppés Lebzeiten)

Samstag, 21. März 2026, 19.00 Uhr

Marktkirche Wiesbaden

Mitwirkende:

Eintritt: 9 € bis 60 €, Karten bei allen ReserviX-Vorverkaufsstellen

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