Das große Finale der Gstaad Conducting Academy
Das grosse Finale der Gstaad Conducting Academy – Online Version Neeme Järvi Prize Das grosse Finale der Gstaad Conducting Academy Am 14. August 2024 fand im Festival-Zelt Gstaad der krönende Abschluss der 10. Gstaad Conducting Academy statt. Zehn junge Dirigent*innen stehen im Wettbewerb um den renommierten Neeme Järvi Prize. Vor jedem der Teilnehmenden befindet sich das Gstaad Festival Orchestra und damit die Chance, alles zu zeigen, was sie während der intensiven Academy-Zeit unter Jaap van Zweden, Johannes Schlaefli und Peter Biloen gelernt haben. Die ersten beiden Dirigenten teilen sich die vorderste Bühnenposition jeweils mit einem Geiger, denn ihre Aufgabe besteht darin, eines der berühmtesten Konzerte aller Zeiten zu dirigieren: Felix Mendelssohns Violinkonzert e-Moll. Den Anfang macht Gabriel Pernet. Seite an Seite mit Geiger Theodor Kaskiv besticht sein Dirigat des ersten Satzes durch Klarheit und unmissverständliche Autorität. Im zweiten und dritten Satz übernimmt Simon Schmied, der zusammen mit Geiger Nigedemu Zeng – ebenfalls Student der Gstaad String Academy – auftritt. Als Juya Shin für Bruckners Siebte Sinfonie die Bühne betritt, erweitert sich die Orchesterbesetzung: der «orchestrale Klangrausch» wird noch grösser, noch beeindruckender, noch überwältigender. Es folgt Alizé Léhon in absoluter Höchstform, elegant und entschlossen, fast, als würde sie bereite ihren kommenden Sieg bereits vorausahnen. Das ausdrucksstarke Adagio bietet in seinem Ausmass Raum für gleich drei Dirigent*innen – Mats Thiersch, Nina Haug und Junping Qjan –, während das Scherzo alleinig in den Händen von Giovanni Fanizza liegt. Nach einer perfekt austarierten Vorlage durch Celia Llácer folgt das Bruckner-Finale mit Omer Ein Zvi. Das Jury-Urteil wird durch Christoph Müller, Artistic Director von Gstaad Menuhin Festival & Academy, sowie Geschäftsführer Lukas Wittermann verkündet, der sogleich das Mikrofon an die Sieger*innen übergibt: Omer Ein Zvi, Alizé Léhon und Gabriel Pernet. Die ergreifenden Worte Pernets: «Das waren die zwei besten Wochen meines Lebens.» Als könnten Worte kaum schöner werden, folgt ein wahrlich umarmender Satz von Lukas Wittermann: «Einige konnten heute einen Sieg mitnehmen, andere nicht, aber alle sind gemeinsam gewachsen und nehmen Freundschaften fürs Leben mit. Und das ist in einer oft einsamen Karriere unbezahlbar.» Gstaad Piano Academy Im Herzen von Schumann mit Maria João Pires Ein absolutes Highlight von Gstaad Menuhin Festival & Academy 2023 war der Meisterkurs der «lebenden Legende» Maria João Pires als Teil der Gstaad Piano Academy. Mit den Aufnahmen vom Gstaad Digital Festival laden wir Sie heute ein, in die Begegnung zwischen Maria João Pires und der jungen Pianistin Su Yeon Kim einzutauchen … uns begegnen die feinsten, tiefgründigsten Facetten eines der schönsten Klavierzyklen Robert Schumanns: die Kinderszenen op. 15. Maria João Pires hört zunächst zu – mit aller Geduld und ungeteilter Aufmerksamkeit. Als das erste der Stücke endet, spricht sie in sanften, einfühlsamen Tönen: «Sie haben die Stimmen durcheinandergebracht: Anstatt zu spielen, sollten Sie … Können Sie jede der beiden Linien zuerst einzeln spielen und erst danach zusammen, dann aber noch immer ganz klar voneinander differenziert?» Noch nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis setzt sich die Ausnahmepianistin selbst an den Flügel, um zu zeigen, was genau von ihr gemeint war: «Es geht nicht um Kraft, sondern um Charakter und Absicht; und das muss aus Ihnen herauskommen. Sie sind noch zu sanft in ihrem Spiel. Stellen Sie sich vor, mit ihren Fingern nahezu in die Tasten einzudringen.» In all den Ausführungen wird die portugiesische Künstlerin nie autoritär, sondern lässt stets spüren, wie sehr ihre Persönlichkeit von der tiefgreifenden Gabe durchzogen ist, jede Handlung zu reflektieren. Während der Unterrichtsstunde erleben wir einen lebendigen Austausch – und das mit allen Studierenden, die in vorderster Reihe sitzen und jedes, wirklich jedes Wort von Pires geradezu aufsaugen. Inmitten der offenen Unterrichtsatmosphäre muss niemand zögern, selbst an den Flügel zu gehen, um Ideen einzubringen. Auch hier beeindruckt Maria João Pires mit ihren Gedanken: «Wenn dieses Stück nicht absolut perfekt gespielt wird, kann es nicht wirken. Und selbst wenn es in ihren Gedanken perfekt sein sollte, kann es nach aussen hin nicht funktionieren. Sie müssen präsent sein, in ihren Bewegungen und Entscheidungen. Ich möchte beim Zuhören verstehen, wie Sie sich fühlen.» Dem können wir nichts hinzufügen! Gstaad Digital Festival wird unterstützt durch: Wir freuen uns, Sie auf unserer digitalen Konzertplattform zu begrüssen. Gstaad Menuhin Festival & Academy Dorfstrasse 60 Postfach – CH-3792 Saanen Tel +41 33 748 83 38 info@gstaadmenuhinfestival.ch gstaadmenuhinfestival.ch gstaadfestivalorchestra.ch gstaadacademy.ch gstaaddigitalfestival.ch Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, können Sie sich hier abmelden.Weitere Meldungen vom 13.10.2024
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