25 Jahre West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim kommt mit Anne-Sophie Mutter erstmals nach Bremen
Die Arbeit des 1999 von Daniel Barenboim und Edward Said gegründeten West-Eastern Divan Orchestra ist seit Beginn von einem Leitgedanken geprägt: Musikerinnen und Musiker aus Israel, Palästina und vielen anderen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas zusammenzubringen, um durch die Erfahrung des gemeinsamen Musizierens den Diskurs von gleichberechtigten Stimmen der unterschiedlichen Kulturen des Nahen Ostens zu ermöglichen – welche Botschaft könnte heute aktueller sein? Zum 25. Geburtstag kommt das Orchester zum Auftakt einer Europa-Tour mit seinem Gründer nun erstmals nach Bremen. Am Mittwoch, 7. August, stehen um 19.30 Uhr in der Glocke das Brahms-Violinkonzert mit Anne-Sophie Mutter und Arnold Schönbergs sinfonische Dichtung Pelleas und Melisande auf dem Programm.
Engagement für Humanismus und Gleichberechtigung
In unserer von Krisen und unlösbar scheinenden Konflikten mehr denn je geprägten Zeit setzt das West-Eastern Divan Orchestra ein deutliches Zeichen für das menschliche Miteinander und den Frieden. Benannt nach Goethes Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“, die seine Überzeugung widerspiegelt, dass sich unterschiedliche Kulturen begegnen und verstehen können, ist die Arbeit dieses Klangkörpers Musik gewordene Völkerverständigung: Gemeinsames Musizieren in einem Orchester funktioniert nur, wenn alle Mitglieder sich untereinander auf Augenhöhe begegnen, sich gegenseitig zuhören und unvoreingenommen annehmen, ungeachtet von Herkunft, Religion oder Geschichte. Dazu passt auch das auf dem Programm stehende Violinkonzert von Johannes Brahms, das kein Virtuosenkonzert im herkömmlichen Sinne ist. Vielmehr tragen der Solopart und das Orchester zu gleichen Teilen die musikalische Substanz und sind eng miteinander verflochten. Solistin ist Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter, die bereits zum Ehrenmitglied des Orchesters ernannt wurde. Arnold Schönbergs sinfonische Dichtung Pelleas und Melisande, 1903 in der noch spätromantischen Phase des Komponisten entstanden, übertraf mit ihrer sinnlich-opulenten Tonsprache und ausladenden Form sogar die ihrer Vorbilder Richard Strauss und Richard Wagner. Zwei Meisterwerke, mit denen das West-Eastern Divan Orchestra ein Statement für Humanismus und Gleichberechtigung aussenden wird!
Mittwoch, 7. August 2024, 19.30
West-Eastern Divan Orchestra
Anne-Sophie Mutter, Violine
Daniel Barenboim, Dirigent
Die Glocke, Großer Saal, Bremen
Tickets unter 0421 / 33 66 99 oder www.musikfest-Bremen.de
Weitere Meldungen vom 25.07.2024
- [25.07.2024] ›DSO im Zoo‹ – tierischer Saisonauftakt im Berliner Zoo
-
Ensembles des DSO sind mit Kammerkonzerten auf dem Zoogelände zu erleben
- [25.07.2024] 25 Jahre West-Eastern Divan Orchestra
-
Daniel Barenboim kommt mit Anne-Sophie Mutter erstmals nach Bremen
- [25.07.2024] Bayreuther Festspiele 2024 beginnen
-
Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson inszeniert "Tristan und Isolde"
- [25.07.2024] Gärtnerplatztheater: Spielzeitende 2023/2024 mit Rekordauslastung
-
Musikalische Vielfalt in Oper, Operette, Musical und Ballett
