Staatsoper Stuttgart: Spielzeitbilanz 2023/24
300 Vorstellungen einschließlich Gastspiele und Sonderveranstaltungen
Die Staatsoper Stuttgart zieht eine positive Bilanz der Spielzeit 2023/24, die in der vergangenen Woche mit einer umjubelten Vorstellung von Vincenzo Bellinis La Sonnambula zu Ende ging. In der vergangenen Saison fanden insgesamt über 300 Vorstellungen inklusive Gastspielen und Sonderveranstaltungen statt, davon 155 auf der Opernbühne. Darüber hinaus gastierte die Staatsoper Stuttgart mit konzertanten Aufführungen von Richard Strauss‘ Elektra im Théâtre des Champs-Élysées in Paris und in der Kölner Philharmonie. In Kooperation mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen feierte außerdem Franz Schuberts Die schöne Müllerin in einer Inszenierung des bildenden Künstlers Norbert Bisky im Ludwigsburger Schlosstheater Premiere.
In der Spielzeit 2023/24 verbuchten die Staatsoper sowie das Staatsorchester insgesamt mehr als 187.000 Zuschauer. Die Gesamtauslastung liegt bei rund 78 Prozent. Seit Beginn der Intendanz Viktor Schoners in der Saison 2018/19 hat sich die Zahl der verkauften Kinder- und Studierendentickets um rund 10.000 auf über 42.000 erhöht.
Erfolgreiche Neuproduktionen
Die Auslastung der Neuproduktionen in der Saison 2023/24 liegt bei rund 90 Prozent. Insgesamt kamen fünf Neuproduktionen im Opernhaus auf die Bühne, darunter mit Bernhard Langs und Frank Witzels Dora eine Uraufführung. Daneben gab es Neuinszenierungen von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten durch den Regisseur David Hermann unter der musikalischen Leitung von GMD Cornelius Meister, die erste Musiktheaterkreation von Eric Gauthier mit La Fest sowie Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny in der Regie von Ulrike Schwab und unter der musikalischen Leitung von GMD Cornelius Meister sowie Il trovatore, inszeniert von Paul-Georg Dittrich und dirigiert von Antonello Manacorda. Die in der Auslastung erfolgreichste Neuproduktion war La Fest mit 99,7 Prozent.
„Das hohe Interesse an unseren Neuproduktionen zeigt einmal mehr die Neugierde und Offenheit unseres Publikums: Dass insbesondere eine experimentelle Stückentwicklung und eine Uraufführung zu den größten Erfolgen der letzten Saison zählen, freut mich ungemein. Die Staatsoper und auch unser Genre im Allgemeinen ist lebendig und nach wie vor in der Lage die Menschen zu begeistern und zu berühren! Mich persönlich freut besonders, dass wir im Laufe der Jahre immer mehr Interesse bei Kindern und Jugendlichen wecken konnten, und jetzt bei 10.000 Kinder- und Studierendenkarten mehr sind als es noch vor fünf Jahren der Fall war. Die Kooperationen mit liebgewonnenen Partnern wie dem Pop-Büro oder den HipHop Open sind ein zusätzlicher künstlerischer Gewinn für unser Haus und unsere Arbeit.“ so Intendant Viktor Schoner.
Konzerte des Staatsorchesters Stuttgart
Das Staatsorchester Stuttgart bestritt in der Spielzeit 2023/24 sieben Sinfoniekonzerte in der Liederhalle Stuttgart unter der Leitung von Dirigentinnen und Dirigenten wie Giedrė Šlekytė, Gábor Káli, Pablo González und Ainārs Rubiķis. Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigierte in drei Sinfoniekonzerten u.a. Gustav Mahlers 3. Sinfonie sowie die Tschaikowsky-Sinfonien Nr. 1, 2, 5, und 6. Im 4. Sinfoniekonzert brachte das Staatsorchester Stuttgart zudem eine Neukomposition der Composer in Focus Annesley Black zur Uraufführung. Cornelius Meister und die Orchestermusiker engagierten sich darüber hinaus in insgesamt sieben Kammerkonzerten, sieben Liedkonzerten, acht Lunchkonzerten sowie diversen Sonderkonzerten.
Die erste Saison der Jungen Oper im Nord unter neuer Leitung
Die Junge Oper im Nord (JOiN) beendete ihre erste Saison unter der neuen Leitung von Keith Bernard Stonum und Martin Mutschler. Mit Icaro und Fundbüro zeigte das Team zwei Neuproduktionen im Bereich Musiktheater und etablierte mit neuen Veranstaltungsreihen und -konzepten wie Abends im JOiN die Junge Oper als kreativen Ort für verschiedene Kunstformen und Communities und kooperierte sowohl mit der Freien Szene als auch anderen Institutionen:
„Erschöpft, aber zufrieden schauen wir auf unsere erste Spielzeit als Leitung des JOiN (Junge Oper im Nord) zurück. Mit Icaro und Holle! waren wir in den höchsten Sphären unterwegs und sind mit Fundbüro und der Reise zum Mittelpunkt der Erde an die abgelegensten Orte vorgedrungen. Zum Glück nie allein, denn wir hatten einen ganzen Strauß illustrer Gäste aus Stuttgart und, weit darüber hinaus, aus Hamburg, Berlin, Riga und von anderen Orten, darunter Akteure der Freien Szene wie Voguing Stuttgart, Stipendiaten des Popbüros Stuttgart oder Yoga Dance Flow.“ so Keith Bernard Stonum und Martin Mutschler.
Die Spielzeit 2024/25 beginnt am 15. September mit dem Eröffnungskonzert Von allen guten Geistern… im Opernhaus. Es folgen Wiederaufnahmen von Der Freischütz (ab 18. September) und Il trovatore (ab 21. September). Die erste Premiere markiert Florentina Holzingers Opernperformance am 5. Oktober.
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