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Meldung vom 17.04.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere von "Intermezzo" an der Deutschen Oper Berlin

Fortsetzung des Strauss-Zyklus - Regie Tobias Kratzer

Mit der selten gespielten Oper Intermezzo setzen Sir Donald Runnicles und Tobias Kratzer ihren Strauss-Zyklus an der Deutschen Oper Berlin fort. Dieses neue Werk eröffne mit seinem vielleicht allzu kühnen Griff „ins volle Menschenleben“ dem musikdramatischen Schaffen einen neuen Weg, schrieb Richard Strauss im Vorwort, das er für die Partitur seines Intermezzo verfasste. Während Strauss dabei zu nicht geringem Teil die Musik des Werks im Sinne hatte, mit der er die Sprache des bürgerlichen Alltags in Töne gefasst hatte, sahen die Zeitgenossen die Kühnheit in Strauss' achter Oper vor allem darin, dass der Komponist hier kaum verhüllt sein eigenes Eheleben zum Thema machte. Peinlich berührt zeigte sich die Kritik von der Detailschärfe, mit der Strauss hier die Mischung aus ehelichem Zank und liebevoller Fürsorge, die sein Verhältnis zu seiner Gattin Pauline kennzeichnete, auf die Bühne gebracht hatte, und übersah dabei weitgehend, dass der 60-jährige Komponist hier eine bewusste Abkehr von der nachromantischen Oper vollzog.

Neubewertung der Oper

Bis heute gehört Intermezzo zu seinen eher unbekannten Opern, obwohl die Partie der Christine gleichrangig neben den berühmteren Strauss-Sopranpartien bestehen kann und die umfangreichen sinfonischen Zwischenspiele alle Raffinesse Strauss’scher Orchestrierungskunst zeigen. Genau 100 Jahre nach der Dresdner Uraufführung setzt nun Tobias Kratzer im Rahmen seines Strauss-Zyklus zu einer Neubewertung des unterschätzten Stücks an und zeigt, dass die Mechanismen der Zweierbeziehung, die Strauss hier hemmungs- und schonungslos offenbart, auch im 21. Jahrhundert nur allzu vertraut sind und dass sich hinter der scheinbar harmlosen Komödie ein kunstvolles Spiel über Gefühle und eine Reflexion über das Wechselspiel von Künstlerexistenz und Privatleben verbirgt.

Zweiter Teil des Strauss-Zyklus'

Intermezzo ist an der Deutschen Oper Berlin nach Arabella der zweite Teil des Strauss-Zyklus von Tobias Kratzer und Sir Donald Runnicles. In der Partie der Christine kehrt die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson, die als Oceane in Detlev Glanerts gleichnamiger Oper einen großen Erfolg feiern konnte, an die Deutsche Oper Berlin zurück. Den Kapellmeister Storch interpretiert der Bariton Philipp Jekal aus dem Ensemble der Deutschen Oper Berlin, der hier u.a. bereits als Beckmesser in der Neuproduktion der Meistersinger zu erleben war. Als Baron Lummer agiert Thomas Blondelle, der zuletzt als Graf Elemer in Arabella auf der Bühne stand und im Mai wieder in seiner „signature role“, dem Loge in Rheingold, zu erleben sein wird.

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