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Meldung vom 03.03.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

J.S. Bachs Lukaspassion – Welturaufführung der Neurekonstruktion

Rekonstruktion von Lorenz und Christoph Eglhuber

Manchmal ist Musikgeschichte so spannend wie kriminalistische Ermittlung: Johann Sebastian Bach führte in seiner Leipziger Zeit mindestens zweimal eine Lukas-Passion auf. Das Werk existiert noch heute im Manuskript in Bachs eigener Handschrift. Die Sachlage scheint zunächst klar: Bach schrieb neben der Johannes-, Matthäus- und Markus-Passion auch eine Lukas-Passion. Die Forschung geht – aus stilistischen Gründen – inzwischen allerdings davon aus, dass das Werk größtenteils nicht von Bach selbst komponiert wurde, weshalb es heute als apokryph gilt und daher nicht zum Kanon gehört. In Bezug auf Bachs Vorlieben für vollständige Zyklen – zum Zeitpunkt der ersten nachweislichen Aufführung der Lukas-Passion waren die Johannes-Passion und die Matthäus-Passion bereits komponiert – erscheint es plausibel, dass er eine Lukas-Passion komponiert haben könnte, um seine Passionstetralogie zu vervollständigen...

Rekonstruktion von Lorenz und Christoph Eglhuber

Hamburgs großer Bach-Institution, der 2023 neugegründeten CPEB-Akademie, dem CPEB-Chor Hamburg und ihrem neuen Künstlerischen Leiter, dem international gefragten Barockspezialisten Hansjörg Albrecht ist ein echter Coup gelungen. Zur Passionszeit bringen der renommierte Hamburger Konzertchor, das Dresdner Festspielorchester (einem der herausragendsten europäischen Originalklangensembles) und sechs herausragende und Bach-erfahrene Solistinnen & Solisten unter Albrechts Leitung eine unerhört neue Bach-Passion zur Aufführung.

Hochbarock, leidenschaftlich, dramatisch, einzigartig und in ihrer musikalischen Qualität und dem Ausmaß der Matthäus-Passion und Johannes-Passion absolut ebenbürtig – Bachs fehlende 4. große Passion nach dem Evangelisten Lukas. Bach war ein Meister des Pasticcios. Er liebte es, im sogenannten Parodieverfahren seine eigenen Kompositionen in neuen Zusammenhängen wiederzuverwenden und Stücke bei sich selbst zu kopieren, um ihre Flexibilität und Universalität unter Beweis zu stellen und ihnen neuen Ausdruck zu verleihen.

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Lukas-Passion BWV 246 (in zwei Teilen)

Rekonstruktions-Pasticcio von Lorenz und Christoph Eglhuber

Welterstaufführung der Neurekonstruktion

Hamburg, Laeiszhalle, Dienstag, 12.3.24 um 19:30 Uhr | Konzert

Julia Sophie Wagner (Sopran), Bettina Ranch (Alt)

Daniel Johannsen Evangelist, Andreas Post (Tenor)

Matthias Winckhler (Bassbariton), Klaus Mertens (Bass)

Dresdner Festspielorchester

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg

Hansjörg Albrecht, Leitung & Cembalo

Konzertdauer etwa 180 Minuten | Pause nach dem 1. Teil

Audio- und Videomitschnitte sind nicht gestattetDas Konzert wird vom NDR mitgeschnitten und am Karfreitag (29.3.24) um 20:00 Uhr gesendet.

Tickets: Konzertkasse Gerdes., Rothenbaumchaussee 77, 20148 Hamburg

Öffnungszeiten: Mo-Fr. 10-18h, Sa 10-13h, Tel.: 040-45 33 26 oder 44 02 98.

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