Katsushika Hokusai (1760-1849), dem großen Meister des japanischen Farbholzschnitts, angekauft werden. Die eindrucksvolle Darstellung des Fuji mit dem markanten roten Blitz im Vordergrund ist um 1831 entstanden und gilt nicht nur als eines der Meisterwerke Hokusais, sondern überhaupt als ein Spitzenstück der Holzschnittkunst.">

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Meldung vom 04.02.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Bayerischen Staatsbibliothek: Ergänzung der japanischen Sammlung

Ankauf eines Meisterwerks von Katsushika Hokusai (1760-1849)

Der Bayerischen Staatsbibliothek ist es gelungen, ihre umfangreiche japanische Sammlung um ein außergewöhnliches Werk zu ergänzen: Aus einer japanischen Privatsammlung konnte der Holzschnitt "Gewitter am Fuße des Fuji" von Katsushika Hokusai (1760-1849), dem großen Meister des japanischen Farbholzschnitts, angekauft werden. Die eindrucksvolle Darstellung des Fuji mit dem markanten roten Blitz im Vordergrund ist um 1831 entstanden und gilt nicht nur als eines der Meisterwerke Hokusais, sondern überhaupt als ein Spitzenstück der Holzschnittkunst.

Blatt aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji"

Der Holzschnitt stammt wie die „Große Welle vor Kanagawa“ aus der berühmten Serie "36 Ansichten des Berges Fuji", die der japanische Maler und Farbholzschnittkünstler Hokusai im Alter von 70 Jahren auf dem Höhepunkt seines Könnens geschaffen hat. Auf allen Farbholzschnitten dieser Serie ist der als heilig verehrte, höchste Berg Japans, der Fuji, zu sehen, häufig im Hintergrund, zu verschiedenen Jahreszeiten und von ganz unterschiedlichen Orten aus. Bei dem neu erworbenen Farbholzschnitt handelt es sich um einen frühen, sehr gut erhaltenen und ausgesprochen farbfrischen Abzug von den 1830/31 geschnittenen Originaldruckplatten. Charakteristisch für die frühen Drucke dieser Serie sind die blauen Umrisslinien, für deren Druck eine Mischung aus Indigo und dem erst wenige Jahre zuvor nach Japan gelangten Farbstoff Preußischblau verwendet wurde.

Wissenschaftliche Untersuchung

Der Holzschnitt wurde am Institut für Bestandserhaltung und Restaurierung (IBR) der Bayerischen Staatsbibliothek materialwissenschaftlich berührungslos mit spektroskopischen Methoden, mit Röntgenfluoreszenz sowie bildgebenden Verfahren untersucht. Die Ergebnisse ermöglichen im Abgleich mit aktuellen Forschungsdaten zu Holzschnitten von Hokusai aus dem Metropolitan Museum of Arts und anderen Museen eine Datierung des Werkes um das Jahr 1831.

Bayerns Kunstminister Markus Blume betont: "Bibliotheken öffnen Fenster über die eigene geistige Heimat hinaus: Die Japansammlung der Bayerischen Staatsbibliothek ermöglicht einen beeindruckenden Einblick in die japanische Kultur. Ich freue mich, dass mit der Neuerwerbung eines Holzschnittes von Katsushika Hokusai die Sammlung um ein bedeutsames Werk wächst!"

Die japanische Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst rund 90.000 gedruckte Bände, 100 Handschriften und 900 Einblattdrucke. Sie zeichnet sich durch herausragende Einzelstücke aus und enthält eine Vielzahl von seltenen und mit Farbholzschnitten reich illustrierten Werken. https://www.bsb-muenchen.de/sammlungen/asien/sprachen/japanisch/

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