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Meldung vom 18.11.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Vertragsverlängerung bei der Dresdner Philharmonie

Marek Janowski verlängert seine Amtszeit als Chefdirigent um ein Jahr

Marek Janowski verlängert seinen Vertrag als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie um ein Jahr bis zum Ende der Konzertsaison 2022/2023. Die Orchestermusikerinnen und -musiker haben sein Angebot mit überwältigender Mehrheit angenommen. Mit der konzertanten Aufführung von Richard Wagners Ring des Nibelungen und einer Japan-Tournee sind unter seiner Leitung große Projekte für den Herbst/Winter 2022 geplant.

Annekatrin Klepsch, Zweite Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur und Tourismus der Landeshauptstadt Dresden: „Es ist für die Landeshauptstadt Dresden und ihr Orchester eine Ehre und ein großer Vertrauensbeweis, dass Marek Janowski seinen Vertrag verlängern möchte. Die Stadt und das Orchester profitieren in vielfacher Hinsicht davon und wir dürfen für die Saison 2022/2023 zahlreiche musikalische Sternstunden erwarten.“

Dalia Stulgyté-Richter, Vorsitzende des Orchestervorstands: „Wir Musikerinnen und Musiker der Dresdner Philharmoniker freuen uns außerordentlich, einen der bedeutendsten Dirigenten seiner Generation für ein weiteres Jahr als Chefdirigenten gewonnen zu haben. Viele Kollegen haben Anfang der 2000er Jahre bereits die erste Amtszeit von Marek Janowski als Chefdirigent miterlebt und seine Arbeitsweise schätzen gelernt. Mit unglaublicher Präzision, Genauigkeit, respektvoller Behandlung der Partitur, mit Ehrlichkeit und Geradlinigkeit hat er uns und unser Publikum damals begeistert und begeistert er noch heute. Glücklich sind wir auch, dass unsere jüngeren Kollegen, die einer neuen Musikergeneration angehören, binnen kurzer Zeit Vertrauen zu ihm aufgebaut haben und seine Arbeit so schätzen wie wir. Nur durch diesen Geist gemeinsamen Musizierens waren die großen künstlerischen Höhepunkte der letzten Monate denkbar, die zum Wunsch nach weiterer Zusammenarbeit führten. Die konzertante Aufführung von Richard Wagners Ring des Nibelungen mit unserem Orchester unter seiner Leitung wird sich zweifellos als eines der größten Ereignisse in die über 150-jährige Historie der Dresdner Philharmonie einschreiben.“

Frauke Roth, Intendantin der Dresdner Philharmonie: „Es ist für mich persönlich eine große Freude, dass sich Marek Janowskis Zeit als Chefdirigent der Dresdner Philharmonie noch um ein Jahr verlängert. Und es freut mich natürlich für die Musikerinnen und Musiker, die mit ihm eine höchst fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit fortsetzen können.“

Marek Janowski – Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Dresdner Philharmonie

Zur Dresdner Philharmonie kam Marek Janowski das erste Mal als Chefdirigent von 2001 bis 2003. Bereits in dieser Zeit überzeugte er durch ungewöhnliche und anspruchsvolle Program- me. Mit der Konzertsaison 2019/2020 kehrte er als Chefdirigent und künstlerischer Leiter zur Dresdner Philharmonie zurück.

1939 geboren in Warschau, aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland, blickt Marek Janowski auf eine umfangreiche und erfolgreiche Laufbahn sowohl als Operndirigent als auch als Chef bedeutender Konzertorchester zurück. Sein künstlerischer Weg führte nach Assistenten- und Kapellmeisterjahren in Aachen, Köln, Düsseldorf und Hamburg als GMD nach Freiburg i. Br. und Dortmund. Es gibt zwischen der Metropolitan Opera New York und der Bayerischen Staatsoper München, zwischen Chicago, San Francisco, Hamburg, Wien, Berlin und Paris kein Opernhaus von Weltruf, an dem er seit den späten 1970er Jahren nicht regelmäßig zu Gast war.

Im Konzertbetrieb, auf den er sich seit den späten 1990er Jahren konzentriert, führt er die große deutsche Dirigententradition fort. Von 2002 bis 2016 war er Chefdirigent des Rundfunk- Sinfonieorchesters Berlin (RSB). Zuvor und teilweise parallel amtierte er u.a. als Chefdirigent des Orchestre de la Suisse Romande (2005–2012), des Orchestre Philharmonique de Monte Carlo (2000–2005) und des Orchestre Philharmonique de Radio France (1984–2000), das er zum Spitzenorchester Frankreichs entwickelte. Außerdem war er mehrere Jahre Chef des Gürzenich-Orchesters in Köln (1986–1990).

Weltweit gilt Marek Janowski als herausragender Beethoven-, Schumann-, Brahms-, Bruckner- und Strauss-Dirigent, aber auch als Fachmann für das französische Repertoire. Mehr als 50 zumeist mit internationalen Preisen ausgezeichnete Schallplatten – darunter mehrere Operngesamtaufnahmen und komplette sinfonische Zyklen – tragen seit über 35 Jahren dazu bei, die besonderen Fähigkeiten Marek Janowskis als Dirigent international bekannt zu machen.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden für ihn die zehn Opern und Musikdramen Richard Wagners, die er mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Rundfunkchor Berlin und einer Phalanx von internationalen Solisten zwischen 2010 und 2013 in der Berliner Philharmonie konzertant realisierte. Sämtliche Konzerte wurden in Kooperation mit Deutschlandradio von Pentatone auf CD veröffentlicht. Für Wagner kehrte Marek Janowski auch noch einmal in ein Opernhaus zurück und leitete 2016 und 2017 den Ring bei den Bayreuther Festspielen. Bereits in den Jahren 1980 bis 1983 hatte er diesen Zyklus mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden für die Schallplatte eingespielt. Für die Jahre 2014 bis 2017 wurde er vom NHK Symphony (dem bedeutendsten Orchester Japans) eingeladen, in Tokio Wagners Tetralogie konzertant zu dirigieren. Im Herbst 2022 leitet Marek Janowski einen konzertanten Ring mit der Dresdner Philharmonie und führt damit ihre Tradition konzertanter Opernaufführungen fort.

Unter seiner Leitung sind bereits einige Aufnahmen mit der Dresdner Philharmonie entstanden, so die Einakter Cavalleria rusticana und Il Tabarro von Mascagni und Puccini sowie Beethovens Fidelio, ebenfalls vom Label Pentatone aufgezeichnet.

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