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Meldung vom 14.08.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Halbzeit für Scarlatti-Projekt mit Christoph Ullrich

Das Scarlatti-Projekt bei TACET ist auf 17 Jahre angelegt

Der Frankfurter Pianist Christoph Ullrich spielt seit 2011 sämtliche erhaltene 555 Cembalosonaten - und eventuell zusätzliche, später gefundene Sonaten – von Domenico Scarlatti für das Label TACET auf einem modernen Steinway-Konzertflügel ein. Bereits fünf Doppel- und zwei Dreifach-CDs sind seither erschienen: Vol. 1, 2, 3, 4, 11, 14 und 15. Volume 5 ist bereits aufgenommen und erscheint Im Herbst 2020. Voraussichtlich ist das Projekt 2028 abgeschlossen

Scarlattis einsätzige Sonaten sind ausschließlich in unter seiner Aufsicht entstandenen Abschriften erhalten. Sie wurden zu seinen Lebzeiten in 15 Bänden zusammengefasst, die jeweils bis auf zwei Ausnahmen 30 Sonaten enthalten. Diese Bände vermachte Scarlattis langjährige Gönnerin und begabte Schülerin, die spanische Königin Maria Barbara de Bragança in ihrem Testament dem ebenfalls am spanischen Königshof wirkenden Kastraten Carlo Broschi – bekannt unter seinem Künstlernamen Farinelli –, der sie nach Bologna brachte. Nach seinem Tod wurde sein gesamter Nachlass zwar verstreut, die 15 Bände landeten aber schließlich 1835 in der Biblioteca Marciana in Venedig.

Reiches Erbe

Diesem Konvolut von 496 Sonaten, deren Kopien zwischen 1742 und 1757 entstanden, gingen die von Scarlatti so bezeichneten 30 Esercizi voraus, die er 1738 dem Vater Maria Barbaras, König José V. von Portugal als Dank für den Ritterschlag widmete. Diese Werke werden den Sonaten zugerechnet, da sie sich formal von den später geschriebenen Werken nicht unterscheiden und somit die lange Reihe der späten Klavierkompositionen Scarlattis anführen.

Fundierte musikwissenschaftliche Betreuung

Die Zählung der Sonaten folgt dem Verzeichnis von Ralph Kirkpatrick (K. 1 - K. 555).

Die einzelnen Volumes enthalten jeweils die Sonaten eines dieser zentralen 15 venezianischen Bände sowie die Esercizi. Zusätzliche in anderen Sammlungen und Bibliotheken überlieferte Sonaten werden entsprechend ihrer zeitlichen Zuordnung – der Zählung Kirkpatricks folgend – eingefügt. Das Projekt wird musikwissenschaftlich von Thomas Seedorf begleitet, der zu jedem Volume einen Artikel zu einem Fragenkomplex des Werks und Lebens Domenico Scarlattis als Booklettext beisteuert.

In unregelmäßigen Abständen werden klingende Kommentare zu Scarlatti, d.h. Kompositionen zeitgenössischer Komponisten und Improvisationen von Interpreten als spielerische Zugabe den CDs hinzugefügt, so auf Volume 15 zwei Improvisationen zu den Sonaten gemeinsam mit dem Schlagzeuger Eric Schaefer. Weitere Informationen unter https://www.tacet.de

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