Boulangerie - Gesprächskonzert des Boulanger Trio
Lust auf Neues im Austausch mit der Romantik macht das besondere Konzertformat des Boulanger Trio. Die drei Musikerinnen rahmen Antonín Dvořáks bedeutendes Klaviertrio f-Moll op. 65 mit zwei Werken des österreichischen Komponisten Johannes Maria Staud ein, der zur böhmischen Musiktradition ein besonderes Verhältnis hat. Zwischen den Werken sprechen die Musikerinnen selbst mit dem Komponisten über seine Stücke und seine Beziehung zu Dvořáks Ästhetik.
Zur „Boulangerie“, wie dieses Konzertformat heißt, gehört auch das entspannte Gespräch mit dem Publikum bei einem Glas nach dem Konzert. Bereits vor zehn Jahren spielte das Boulanger Trio Stauds Klaviertrio Für Bálint András Varga. Nach Ausschnitten daraus kommt nun Stauds neustes Werk Terra Fluida zur Uraufführung. Das Konzert findet am Mittwoch, den 30. Oktober 2019 um 20.00 Uhr im Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen statt.
Das Konzertformat „Boulangerie“ des renommierten und mehrfach preisgekrönten Boulanger Trio ist mittlerweile weit etabliert und findet seit 2012 regelmäßig in Berlin, Hamburg und seit 2016 auch im Musikverein Wien statt. Die Musikerinnen kombinieren hier klassisches Repertoire mit zeitgenössischen Stücken, deren Komponisten während des Konzerts anwesend sind und mit ihnen über deren Schaffen spricht. Bereits zum dritten Mal widmet sich die Boulangerie dem Komponisten Johannes Maria Staud, dessen Musik mehrmals bei den diesjährigen Kasseler Musiktagen zu hören ist. Sein erstes Klaviertrio Für Bálint András Varga, dem 1941 geborenen ungarischen Schriftsteller zugeeignet, erklingt hier in Teilen, bevor das Boulanger Trio Stauds zweites für ihre Gattung komponiertes Werk Terra Fluida uraufführen wird. Das von der Alban Berg Stiftung, den Kasseler Musiktagen und Wien Modern in Auftrag gegebene Werk orientiert sich inhaltlich – ähnlich der Komposition für Kammerorchester Terra Pinguis (für Arthur) aus dem Eröffnungskonzert – an der Beschaffenheit der Erde, wobei hier die „flüssige Erde“ im Vordergrund steht.
Stauds Kompositionen umrahmen eines der maßgeblichen Kammermusikwerke des späten 19. Jahrhunderts, Antonín Dvořáks f-Moll-Klaviertrio op. 65 aus dem Jahr 1883, das in seiner epischen Breite geradezu symphonisch erscheint. Es ist das längste und dramatischste seiner vier Klaviertrios und bezeichnet einen deutlichen Wendepunkt in der Stilentwicklung des romantischen Komponisten. Innerhalb des Festivals erklingt nach dem Zyklus des Apollon Musagète Quartetts ein weiteres Werk dieses bedeutenden tschechischen Komponisten, dessen Kammermusik im deutschsprachigen Raum noch viel Neues bietet.
Das Gesamtprogramm des Festivals ist über die Homepage www.kasseler-musiktage.de abrufbar.
Karten für alle Veranstaltungen sind ab sofort über die Geschäftsstelle der Kasseler Musiktage, sämtliche Reservix-Vorverkaufsstellen, die Tickethotline 0561-316 450 0 sowie über die Homepage des Festivals zu erwerben.
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