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Meldung vom 10.10.2018

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Matthias Hartmann inszeniert Boris Godunow in Genf

Mit der Neuproduktion von Boris Godunow am 28. Oktober bringt das Grand Théâtre de Genève Modest Moussorgskys großes Historiendrama in seiner Urfassung von 1869 heraus. Noch mehr als in allen späteren Fassungen ist dieser „Ur-Boris“ das Psychogramm eines Machtmenschen, der mehr und mehr in den Wahnsinn gestürzt wird. Noch mehr wird hier das russische Volk zum eigentlichen Protagonisten der Oper. Der Regisseur Matthias Hartmann, der nach Fidelio (2015) und La bohème (2016) bereits zum dritten Mal am Grand Théâtre de Genève inszeniert, wird beide Aspekte herausarbeiten: den Niedergang eines Zaren, der durch Gewalt und Verbrechen an die Herrschaft gekommen ist und daran zugrunde geht; und die Geschichte eines leidenden Volkes, das sich nicht aus seiner Misere befreien kann. Für das Bühnenbild zeichnet Volker Hintermeier verantwortlich, für die Kostüme Malte Lübben und für das Licht Peter Bandl.

Mit Mikhail Petrenko ist einer der renommiertesten russischen Bässe in der vielschichtigen Titelrolle zu erleben. Er alterniert mit Alexey Tikhomirov. Die zweite große Bassrolle, Pimen, wird von Vitalij Kowaljow verkörpert und damit ebenfalls von einem der gefragtesten Sänger seiner Generation. Der Novize Grigorij, der sich als ermordeter Zarewitsch Dimitrij ausgibt, wird von dem Tenor Sergej Khomov gesungen, der Fürst Schuiskij von Andreas Conrad. Des Weiteren singt Roman Burdenko den Andrej Schtschelkalow, Alexey Tikhomirov alternierend mit Oleg Budaritskiy den Warlaam sowie Melody Louledjian und Marina Viotti die beiden Kinder des Zaren Xenia und Fjodor.

Mit Paolo Arrivabeni steht ein Dirigent am Pult des Orchestre de la Suisse Romande, der sich in Genf und andernorts vor allem als subtiler Interpret des italienischen und französischen Fachs gezeigt hat, und der sich nun dem russischen Repertoire zuwendet. Eine führende Rolle kommt in Moussorgskys Volksdrama dem Chor des Grand Théâtre de Gèneve unter Alan Woodbridge zu, der hier in großen Szenen die ganze Klangpalette der russischen Musik entfalten kann.

Opéra des Nations - Boris Godunow

Premiere: So, 28. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Weitere Aufführungen: 3., 7., 9. 11., 13., 14. und 15. November 2018

Link: https://www.geneveopera.ch/programmation/saison-18-19/boris-godounov/

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