Gärtnerplatz-Theater München erinnert an Sopranistin Rosl Schwaiger
Die österreichische Sopranistin Rosl Schwaiger wäre vor wenigen Wochen, am 5. September, 100 Jahre alt geworden. Geboren in Saalfelden, erhielt sie ihre Ausbildung am Mozarteum Salzburg und debütierte 1940 am Landestheater Salzburg als Königin der Nacht in der Zauberflöte. Als Mozart-Interpretin wurde sie besonders gefeiert, aber auch die Sophie im Rosenkavalier, Adele (Fledermaus), Marie (Zar und Zimmermann), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Rosina (Il barbiere di Siviglia), Norina (Don Pasquale) sowie zahlreiche Sakralwerke gehörten zu ihren Glanzpartien. Von 1942 bis 1945 war Rosl Schwaiger an der Wiener Volksoper engagiert, von 1945 bis 1952 an der Wiener Staatsoper. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren gastierte sie regelmäßig bei den Salzburger Festspielen (Blonde in Die Entführung aus dem Serail, Sophie im Rosenkavalier, Barbarina in Nozze di Figaro). Von 1952 bis 1963 war sie erste Koloratursopranistin an der Bayerischen Staatsoper, unternahm 1954 eine sehr erfolgreiche Nordamerika-Tournee und gehörte von 1954 bis 1968 zum Ensemble des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Rosl Schwaiger war Namensgeberin des Schwaigersaals, der ehemaligen Probebühne des Gärtnerplatztheaters in München-Harlaching. Am 19. April 1970 starb Rosl Schwaiger im Alter von 52 Jahren in München.
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