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Meldung vom 12.03.2018

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Wiener Staatsoper 2018/2019: Trojahns "Orest" statt Pendereckis "Phaedra"

Die für die kommende Spielzeit 2018/2019 angedachte Uraufführung von Krzysztof Pendereckis Phaedra, ein Auftragswerk der Wiener Staatsoper, kann bedauerlicherweise nicht realisiert werden. Der Komponist beteuerte in einem Schreiben an Staatsoperndirektor Dominique Meyer, „dass es mir nicht möglich sein wird, die Komposition der Phaedra wie zwischen uns besprochen fertigzustellen. Im gesamten vergangenen Jahr habe ich mich immer wieder intensiv mit der Konzeption der Oper beschäftigt, aber es sind in dieser Zeit auch widrige Umstände eingetreten, die […] mir nunmehr keine andere Wahl ließen als Sie um Entbindung aus unserer Vereinbarung zu bitten. Dieser Schritt fällt mir außerordentlich schwer, und dies umso mehr, als es bei der Annahme eines so bedeutenden und repräsentativen Auftrags für Ihr Haus eben auch um den Beweis großen gegenseitigen Vertrauens geht. Sie haben mir dieses Vertrauen von Anfang an und auch in dieser ganzen Zeit entgegengebracht.“

Anstelle von Phaedra wird nun ein zeitgenössisches Werk zur Erstaufführung an der Wiener Staatsoper gebracht: die 2011 in Amsterdam uraufgeführte Oper Orest des deutschen Komponisten Manfred Trojahn. Details zu Besetzung, Leading Team und Vorstellungsterminen werden bei der Präsentation der Saison 2018/2019 am 19. April 2018 bekanntgegeben genauso wie Details zur bereits fixierten Uraufführung von Die Weiden von Johannes Maria Staud und Durs Grünbein am 8. Dezember 2018 sowie zur Kinderopernuraufführung in der Agrana Studiobühne Walfischgasse im Jänner 2019.

„Ich finde es sehr schade, dass das Kompositionsprojekt Krzysztof Pendereckis, mit dem wir in den vergangenen sechs Jahren einen regelmäßigen produktiven Austausch hatten, nun nicht umgesetzt werden kann. Herrn Penderecki bin ich aber dankbar, dass er rechtzeitig agiert hat, so dass wir den Spielplan noch umbauen konnten und nun Manfred Trojahns Orest erstmals an der Wiener Staatsoper zeigen können“, so Staatsoperndirektor Dominique Meyer – „Das Zittern der Intendanten, dass die Komponisten zum vereinbarten Zeitpunkt das Werk fertigstellen, hat sich seit dem Barock nicht geändert. Das Risiko, dass es am Ende vielleicht doch nicht klappt, muss man aber eingehen, um das Entstehen neuer Werke überhaupt zu ermöglichen. So freue ich mich auf der anderen Seite, dass die zwei weiteren „großen“ Uraufführungsprojekte sowie die zwei Kinderopern-Auftragswerke nach Plan laufen.“

Neben Stauds Die Weiden in der kommenden Saison ist für die Spielzeit 2019/2020 die Uraufführung von Olga Neuwirths Orlando (Libretto Catherine Filloux nach Virginia Woolf) fixiert. Nach Elisabeth Naskes Das Städtchen Drumherum (UA Oktober 2013 im Kinderopernzelt), Johanna Doderers Fatima, oder von den mutigen Kindern (UA Dezember 2015 im Großen Haus) und Tristan Schulzes Patchwork (UA Jänner 2017 in der Agrana Studiobühne Walfischgasse) wird noch 2018/2019 in der Studiobühne Walfischgasse und 2019/2020 im Großen Haus je eine in Auftrag gegebene Kinderoper uraufgeführt.

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