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Meldung vom 19.02.2018

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Verdis "Sizilianische Vesper" nach 50 Jahren wieder an der Bayer. Staatsoper

Mit der Sizilianischen Vesper kommt ein Werk an die Bayerische Staatsoper zurück, das seit fast 50 Jahren nicht mehr auf dem Spielplan stand. 1969 wurde die Oper in italienischer Sprache aufgeführt, nun wird zum ersten Mal die französischsprachige Fassung an der Bayerischen Staatsoper gezeigt. Das Werk Les Vêpres siciliennes, das in Verdis mittlerer Schaffensperiode entstand, gehört zu den experimentierfreudigsten Dramen seines Œuvres und zu den herausragenden Pariser Opern der 1850er-Jahre. Dies zeigt sich u. a. in den formal innovativen Duetten, in denen sich Verdi als Meister der psychologischen Differenzierung und kompositorischen Nuance erweist. „Auf der Bühne geht es hin und her wie beim Tennis, und die Geschichte geht immer voran. (…) Leider wird diese Oper nicht so oft gespielt, weil alle Rollen sehr schwer zu besetzen sind. Aber es ist einfach wunderbare Musik”, so Erwin Schrott, der als Procida seine erste Premiere an der Bayerischen Staatsoper singt.

Les Vêpres siciliennes spielt zur Zeit der Besetzung Siziliens durch Frankreich. Das historische Ereignis des sizilianischen Aufstands von 1282 wird in der Oper frei bearbeitet. Regisseur Antú Romero Nunes sieht das Stück als Versuchsanordnung dessen, was Menschen fähig sind zu tun. Giuseppe Verdi bildet eine Gesellschaft ab, die von Verrat und Unterdrückung dominiert wird. Diese Unterdrückung findet auf zwei Ebenen statt. In der ersten wird das sizilianische Volk von den französischen Besatzern unterdrückt. Auf der zweiten Ebene sind es die Frauen, die durch das kriegerische Umfeld der Männer unterdrückt werden. Die Frauen dienen lediglich zur Manifestation der männlichen Macht. Es ist eine düstere Welt, in der es schwer ist, Loyalität und Verbündete zu finden.

Der Tenor Bryan Hymel singt die Partie des Henri. Die junge Sängerin Rachel Willis-Sørensen gibt als Hélène ihr Hausdebüt, George Petean ist als Guy de Montfort und Erwin Schrott in der Rolle des Procida zu erleben, Omer Meir Wellber dirigiert nach Mefistofele (2015) und Andrea Chénier (2017) seine dritte Staatsopern-Premiere.

?remiere 11. März 2018 um 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen am 15.3.(19.00 Uhr), 18.3. (18.00 Uhr), 22.3. (19.00 Uhr), 25.3. (18.00 Uhr). 26.3. (19.00 Uhr und 29.3. (18.00 Uhr).

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