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Meldung vom 12.02.2018

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Uraufführung von Alfred Hubers "Faustus" op. 33 in München

Figuren und Motive aus Thomas Manns Musikroman „Dr. Faustus“ bilden das Programm einer neuen Komposition, die der österreichische Komponist und Neurochirurg Dr. Alfred Huber im Auftrag des Münchner Organisten Stefan Moser geschaffen hat. Das dreisätzige Konzert für Streichorchester, Orgel und Pauken wird am Dienstag, 6. März 2018 im Rahmen des Faust-Festivals in der Philharmonie im Gasteig vom Wiener Concertverein unter Christoph Campestrini uraufgeführt. Solist ist der Organist Stefan Moser.

Die drei Sätze sind drei Stationen und Motiven im Leben des Adrian Leverkühn, des Protagonisten in Thomas Manns „Faustus“-Roman, gewidmet. Sie tragen die Überschriften „Hetera Esmeralda“, „Das magische Quadrat“ und „Sixtus Kridwiß“. Der erste Satz wird im harmonischen und rhythmischen Bogen tonale Tendenzen und Tanzrhythmen erkennen lassen. Der zweite Satz arbeitet mit Zahlenkombinatorik bei der Tonhöhenorganisation und der Rhythmik. Der dritte Satz wird schließlich der„Barbarisierung“ und Vereinfachung in rhythmischen und satztechnischen Details verfallen. Das Werk wird eine Dauer von etwa 20 Minuten haben.

Alfred Huber über seinen Bezug zum Faustus-Roman: „Der Dr. Faustus ist sozusagen mein Lebensbuch. Ich habe ihn mit 17 das erste Mal gelesen, damals in einer einzigen Nacht. Er hat mich mit all dem in Verbindung gebracht, was später für mein Leben stilbildend wurde. Die Sprache als Musik, die Stellung zur Musik als solcher, zuletzt sogar die viel später von mir so vehement vollzogene Abkehr von der Avantgarde. Eigentlich ist in dem Roman alles angelegt; ich versuche die entscheidenden Momente allegorisch aufzuarbeiten. Bei aller Kritik, die den Roman seinerzeit traf, ist er doch ein herausstechendes Meisterwerk und ein echtes Musikerbuch.

Der Dr. Faustus ist eigentlich, das sagt Mann im letzten Kapitel, ein „De profundis“, ein Klageruf aus tiefster Nacht in der Hoffnung, dass irgendwann die Vernunft wieder einkehren möge. Daher kommt meine Inspiration: ein Stück Musik über die Geschichte der Musik zu schreiben, ein Selbstbezug gewissermaßen und dem Symbol der Kugel im Kridwißkreis nicht unähnlich, bei aller Grausamkeit des Themas.“

Alfred Huber: „Faustus“ op.33 – Uraufführung

Konzert für Streichorchester, Orgel und Pauken.

Kompositionsauftrag von Organist Stefan Moser

Dienstag, 6. März 2018

Philharmonie im Gasteig München

Stefan Moser (Orgel)

Wiener Concertverein

Christoph Campestrini (Leitung).

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