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Meldung vom 22.08.2017

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Ruhrtriennale Programm-Highlights der ersten Festivalwoche

Am vergangenen Wochenende feierte die Ruhrtriennale 2017 ihren Auftakt. In der ersten Festivalwoche wartet die Ruhrtriennale mit viel Musik auf. Mit einem immersiven Konzert des belgischen Quartetts Zwerm begann gestern die montägliche Konzertreihe im Maschinenhaus der Essener Zeche Carl.

Am 23.8. gastiert Kurt Wagner mit Lambchop und der kanadischen Folkband Timber Timbre für ein Konzert in der Jahrhunderthalle Bochum. Mit Memoria verbindet ChorWerk Ruhr am 25.8. in der Maschinenhalle der Dortmunder Zeche Zollern Werke von Tomás Luis de Victoria, John Cage und Morton Feldman. Kein Licht. (2011/2012/2017), Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek, wird am 25.8. uraufgeführt. PACT Zollverein zeigt am 25.8. zum ersten Mal alle drei Teile der Tanz-Trilogie Three Stages des Choreografen Richard Siegal an einem Abend. Am 26.8. wird Anne Teresa De Keersmaekers neueste Choreografie, Mitten wir im Leben sind/Bach 6 Cellosuiten, in der Maschinenhalle der Zeche Zweckel uraufgeführt.

Die innogy-Stiftung für Energie & Gesellschaft lädt alle Interessierten am 26.8. zum Künstlergespräch in das Refektorium. Das Thema: The End of Everything is a new Beginning.

Der Konzertaufbau von Zwerm folgt dem Konzept der Immersion: vier Musiker sind in der Raummitte platziert, einander zugewandt, aber verborgen – mittels Lichtadaptation – und das Publikum um sie herum verteilt ist. Zwerm hat neue Werke bei den Komponisten Joanna Bailie, Christopher Trapani und Alexander Schubert in Auftrag gegeben, wobei ein musikalisches Triptychon entstanden ist.

Lambchop ist ohne Zweifel eine der wichtigsten amerikanischen Bands der Gegenwart. Das Kollektiv um Kurt Wagner schafft Verbindungen zwischen amerikanischer Folk- und Songwriter-Tradition sowie sachte Annäherungen an zeitgenössische Pop-Musik.

Timber Timbre arbeiten kontinuierlich an der Neuerfindung des Blues, gepaart mit sachlichen 60s-Folk Einflüssen und sachter Rock’n’Roll-Geste. Mit dem 2017 erschienenen Album „Sincerely, Future Pollution“ verweist das Trio um Taylor Kirk nun mit dunklen Synthesizern und starken rhythmischen Akzenten auf Klang-Ästhetiken der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Trilogien waren ein wichtiges Motiv der Intendanz von Johan Simons und die auf drei Teile angelegten Produktionen kommen 2017 zum Abschluss. So auch die erste Tanz-Trilogie der Ruhrtriennale. Der Choreograf Richard Siegal, dessen Arbeiten für die Spielzeiten 2015-2017 auf Dantes Göttlicher Komödie fußen, zeigt u.a. mit der Uraufführung El Dorado ab dem 25.8. zum ersten Mal alle drei Teile an einem Abend bei PACT Zollverein.

Kein Licht. (2011/2012/2017), die Auftragsarbeit und internationale Koproduktion für die Ruhrtriennale, wird am 25.8. in der Gebläsehalle des Landschaftspark Duisburg-Nord uraufgeführt. Philippe Manourys Komposition nach einem Text von Elfriede Jelinek nimmt das Publikum mit in eine Welt nach dem Super-GAU. Das Besondere: Auch die Musik selber wird zu einem unkontrollierbaren Element. Manoury erarbeitet mit Regisseur Nicolas Stemann eine neue Form, in der vorkomponierte orchestrale und elektronische Partitur-Module kombiniert werden mit Live-Elektronik, die in die Modulation der SängerInnen und SchauspielerInnen eingreift – in Echtzeit. Musik wird versprachlicht und Sprache musikalisiert.

Erinnerung, Andenken, Gedanke, Bewusstsein, Zeit, Ereignis, Denkmal…“ – der lateinische Begriff „Memoria“ impliziert verschiedene Aspekte, die die Musik von De Victoria, Cage und Feldman gemeinsam haben”, sagt der Dirigent Florian Helgath über das Chorprogramm, das er diesen Sommer in der monumentalen Architektur und Akustik der Maschinenhalle der Zeche Zollern in Dortmund dirigieren wird.

Johann Sebastian Bachs Cellosuiten werden zu den Höhepunkten der westlichen Musikgeschichte gezählt. Ihre erfindungsreiche Architektur, ihre tänzerische Rhythmik und zeitlose Schönheit sprechen uns auch heute noch an. De Keersmaeker strebt nach einer choreografischen Handschrift, die die Essenz von Bachs musikalischer Sprache zu erfassen versucht. In dieser Produktion werden die sechs Suiten, ausgeführt von dem weltberühmten Cellisten Jean-Guihen Queyras, bearbeitet, befragt und getanzt in einer Choreografie für drei Tänzer und zwei Tänzerinnen, darunter De Keersmaeker selbst.

Wenn die Sonne über Bochum am höchsten steht, lädt der Ruhrtriennale-Intendant am 27.8. um 12 Uhr zu Johans High Noon. An fünf Sonntagen empfängt Johan Simons KünstlerInnen der Ruhrtriennale zum Gespräch. Seine Gäste beim ersten High Noon am 21.8. sind Anne Teresa De Keersmaeker und Sylvain Cambreling.

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