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Meldung vom 26.01.2017

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Ernst von Siemens Musikpreis 2017 an Pierre-Laurent Aimard

Der internationale Ernst von Siemens Musikpreis geht 2017 an den französischen Pianisten Pierre-Laurent Aimard. Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 2. Juni 2017 im Münchner Prinzregententheater statt. Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung erstmals insgesamt 3,5 Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern – gefördert werden rund 130 Projekte weltweit.

Pierre-Laurent Aimard ist eine internationale Schlüsselfigur im Musikleben unserer Zeit. Das Kuratorium der Ernst von Siemens Musikstiftung zeichnet den 1957 in Lyon geborenen Pianisten für ein Lebenswerk aus, das buchstäblich im Dienste der Musik steht: „Reflektieren, oder besser gesagt interpretieren bedeutet für mich, sowohl der Musik von gestern als auch der von heute zu dienen“. Einzigartig in der Intensität seiner Deutung der Klavierliteratur aller Epochen, steht Aimard wie kein anderer in der musikalischen Gegenwart: Er war sowohl Interpret als auch Weggefährte zahlreicher Größen der Neuen Musik wie Pierre Boulez, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen, György Kurtág und György Ligeti – allesamt Ernst von Siemens Musikpreisträger. Die Zahl der durch ihn uraufgeführten Werke von Elliott Carter über George Benjamin, Harrison Birtwistle bis hin zu Marco Stroppa und Tristan Murail sowie der ihm gewidmeten Werke lassen erahnen, welch enorme Bedeutung er für die Musik der jüngsten Zeit hat. Für Ligeti war er gar „der beste Pianist“, der seine Musik besser kenne als er selbst.

Aimards Lehrer waren alle von Leidenschaft für die Neue Musik erfüllt. Nachdem schon seinem Lehrerin aus Kindheitstagen, Geneviève Lièvre, begeisterte Anhängerin der Darmstädter Ferienkurse und insbesondere von Boulez war, studierte er später bei Yvonne Loriod, der Frau Olivier Messiaens, und Marcia Curcio in Paris. Im Alter von nur neunzehn Jahren wurde er durch Pierre Boulez zum ersten Solopianisten des neugegründeten Ensemble intercontemporain berufen. Das Ensemble mit seinen vielfältigen Aufgaben bot ihm damals den idealen Rahmen, um sein schon früh gewecktes Interesse an zeitgenössischer Musik zu befeuern. Künstlerisch gereift verließ er 1995 das Ensemble, um eine Solokarriere und eigene Projekte zu verfolgen. Nach und nach widmete er dem kanonischen Klavierrepertoire der vergangenen Jahrhunderte bis hin zu Bachs Musik für Klavierinstrumente immer mehr Aufmerksamkeit. Die zeitgenössische Musik blieb jedoch stets zentraler Bestandteil seines Repertoires.

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