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Meldung vom 23.09.2016

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Anna Bonitatibus und die babylonische Königin

Die italienische Mezzosopranistin Anna Bonitatibus singt am Samstag, 1. Oktober 2016, um 18 Uhr bekannte und weniger bekannte Vertonungen des beliebten Opernstoffs um die legendäre Königin Semiramis im Festspielhaus Baden-Baden. Begleitet wird sie hierbei vom Prager Barockorchester Collegium 1704 unter der Leitung von Václav Luks.

Semiramis, die langjährige Königin des antiken Babylon, wurde bereits im Altertum zur Legende: Mit den „Hängenden Gärten“ schuf sie eines der rätselhaftesten Weltwunder der Antike und sorgte mit zahlreichen Abenteuern, Intrigen und Maskeraden für Diskussionen über Machtmissbrauch und Moral. Der spanische Dichter Pedro Calderón literarisierte in seinem zweiteiligen Drama La Hija del Aire von 1653 als einer der ersten den Stoff um die vorchristliche Herrscherin Semiramis. 1729 schuf Pietro Metastasio mit Semiramide riconosciuta eines der meistvertonten Libretti der Operngeschichte, mit dem sich nach dem Barock-Komponisten Leonardo Vinci Heerscharen von Tonsetzern auseinandergesetzt haben, unter anderen Niccolo Jommelli, Christoph Willibald Gluck, Giuseppe Sarti und Gioachino Rossini. Anna Bonitatibus hat in ihrem Semiramide-Projekt aus diesem überreichen Fundus zahlreiche zu Unrecht vergessene Schätze gehoben: Arien und Szenen, die die Sängerin größtenteils in Privatsammlungen und Bibliotheken sichtete, um sie anschließend für heutige Aufführungen neu zu bearbeiten.

Die italienische Mezzosopranistin kam eher zufällig zum Singen: „Ich habe mit neun Jahren angefangen, Klavierstunden zu nehmen.“ Ihr Vater hat ihr dann ein Klavier gekauft, denn sie wollte Pianistin werden und wollte im Übrigen auch noch Perkussionsinstrumente lernen, die sie immer fasziniert hatten. „Gesungen habe ich nur so nebenbei. Bis mir eines Tages einer meiner Professoren sagte: Das ist doch Unsinn. Du hast eine so schöne Stimme, Du solltest Gesang studieren. So hat es angefangen.“

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

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