Ton Koopman mit eigenen Bach-Bearbeitungen in der Berliner Philharmonie
Der Niederländer Ton Koopman ist einer der renommiertesten Barock-Spezialisten. Mit durchdachten Programmdramaturgien, einem enormen Wissensreichtum und außerordentlichen Gespür für musikalische Zusammenhänge brachte er dem Berliner Publikum zuletzt im April 2015 seine Bearbeitung des Dritten Brandenburgischen Konzerts von Johann Sebastian Bach nahe. Nun kehrt er mit einem vielgestaltigen Programm zum DSO zurück – und präsentiert erneut eigene Versionen historischer Meisterwerke: Antonio Vivaldis Konzertzyklus L'estro armonico, der 1711 in Amsterdam im Druck erschien, erfreute sich nicht nur großer Beliebtheit, sondern fand auch weite Verbreitung in Europa. In Leipzig transkribierte Bach immerhin sechs der zwölf Konzerte für Tasteninstrumente, wobei das zehnte mit vier Cembali als Solisten besonders hervorsticht. Knapp 300 Jahre später folgt Koopman dem Beispiel des Thomaskantors und bearbeitete das erste Konzert RV 549 aus Vivaldis Sammlung ebenfalls für die Bach'sche Besetzung. Die beiden kurzen Werke kombiniert er mit Zeitgenossen: dem eindrucksvollen ›Chaos‹ aus Jean-Féry Rebels Elementen, einer eigens zusammengestellten Suite aus der Ballett-Oper Les indes galantes von Jean-Philippe Rameau und Georg Friedrich Händels zweichörigem F-Dur-Concerto. Mit Konzerten von Vivaldi und Hummel ist zudem der preisgekrönte israelische Mandolinen-Virtuose Avi Avital erstmals beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin zu erleben.
25. September 2016
20 Uhr | Philharmonie Berlin
Avi Avital (Manoline)
Tini Mathot, Patrizia Marisaldi, Kathryn Cok (Cembalo),
Ton Koopman (Cembalo und Leitung)
Tickets über Tel.: 030 - 20 29 87 11 und
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