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Meldung vom 19.07.2016

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Gstaad Menuhin Festival & Academy: 7 Wochen Musik und Emotionen

Am Sonntagabend haben die Schwestern Katia und Marielle Labèque mit ihrem atemberaubenden Konzertauftritt in der Kirche Saanen die Anker des 60. Gstaad Menuhin Festival & Academy gelichtet. Bis zum 3. September heißt es nun Bühne frei für fast 70 weitere Konzerte im Rahmen eines vielfältigen Programms voller Energie und Emotionen. Fast auf den Tag genau vor 60 Jahren fragte der Kurdirektor Paul Valentin bei Yehudi Menuhin an, ob er bereit wäre, die Sommersaison mit einigen Konzerten zu bereichern. Im darauffolgenden Jahr feierte das Festival vom 4. bis 6. Juli 1957 Premiere. Zwei legendäre Konzerte: Maurice Gendron am Cello, Benjamin Britten am Klavier und Cembalo, der Tenor Peter Pears und Yehudi Menuhin an der Violine. Damit begann ein fantastisches Abenteuer … das immer weitergeht! An zwei Abenden in Folge werden die zeitlosen Klänge von Mozarts Requiem denselben Kirchenraum als Hommage an den Gründervater, der 2016 100 Jahre alt geworden wäre, wieder zum Schwingen bringen – am ersten Abend im Beisein von Mitgliedern seiner Familie.

Viele Künstler haben sich spontan erboten, Yehudi Menuhin zu ehren, so sein Schüler Daniel Hope (24.7) und der Pianist András Schiff, der ihm Ende Juli drei Abendveranstaltungen widmen wird (20.7. Bach Solo – 23.7. Brahms Quintett mit dem Jerusalem Quartett – 25.7. Klaviertrios mit Miklós Perényi und Yuko Shiokawa). Daniel Hope hat mit Menuhins Enkeln gespielt, während seine Mutter im Haus der Familie als Privatsekretärin arbeitete. Später dann hat er Dutzende von Konzerten unter Leitung des Meisters gegeben. In einer mitreißenden Hommage ehrt er seinen Lehrmeister und bringt das erhabene Oktett von Enescu und das „kleine“ Violinkonzert d-Moll von Mendelssohn zum Klingen, das Menuhin Anfang der 1950er aus der musikalischen Versenkung geholt hatte.

Er ist einer der neuen Sterne am Cembalohimmel und war die Entdeckung des Jahres 2015 bei den „Victoires de la musique classique“: Jean Rondeau kommt mit einem Programm nach Rougemont, das zeigt, dass eine ganze musikalische Welt zwischen einem Vater und seinen Söhnen liegen kann: während das Instrument mit dem großartigen Johann Sebastian seine Blütezeit erlebte, ist in den Kompositionen seiner Nachkommen, deren überschäumende Ausdruckskraft bereits die musikalische Entwicklung hin zum Klavierspiel anklingen lässt, bereits das nahende Ende dieser Epoche zu spüren.

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