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CD-Besprechung

Bernhard Romberg

Cello Concertos 1 & 5

cpo 777 969-2

1 CD • 59min • 2015

08.02.2016

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Bernhard Romberg kennt heutzutage eigentlich niemand mehr, es scheint fast so, als wäre sein Name wie ausradiert aus der Musikgeschichte. Im Konzertleben spielt sein Schaffen keine Rolle mehr, und auf CD ist es allein dem Label cpo zu verdanken, dass dieser Komponist nicht das Schicksal so vieler unbekannter Kollegen teilt.

Dabei ist Romberg quasi doppelt Ungerechtigkeit widerfahren: Als Virtuose wurde der Beethoven-Zeitgenosse seinerzeit sehr geschätzt und auch als Komponist hat er seine Meriten. So gut wie nichts von diesem einstigen Ruhm hat bis heute überdauert. Die Kölner Akademie, die bereits Sinfonien von Romberg eingespielt und sich auch darüber hinaus als Spezialist für unbekanntes Repertoire zwischen den Epochen etabliert hat, widmet sich hier zusammen mit dem jungen Cellisten Davit Melkonyan zwei Cellokonzerten Rombergs, die einen guten Einblick in die Stilistik dieser Musik des zwischen Beethoven und Mendelssohn stehenden Komponisten geben.

Die Interpreten machen ihre Sache ausnehmend gut und spielen unter der Leitung von Michael Alexander Willens mit Schwung, feinnervigem Ensembleklang und insgesamt sehr ausgewogen. Das Orchester hinterlässt einen durchweg soliden Eindruck, hier wird nichts exzessiv übertrieben oder nur um des Effektes willen gegen den Strich gebürstet, sondern ebenso gediegen wie untadelig musiziert.

Der bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Melkonyan ist ein Solist ohne Fehl und Tadel. Zwar könnten besonders sensible Hörer über das Feintuning an einigen Stellen durchaus diskutieren, doch spielt er durchweg geistvoll, energisch und mit musikalischem Tiefgang. Man kann gut verstehen, dass Romberg seinerzeit ein gefeierter Solist gewesen sein muss, denn er erspart dem Ausführenden seines Konzertes wirklich nichts an technischen Schikanen und fordert ihm alles ab. So gesehen zieht sich Melkonyan tapfer aus der Affäre und macht auch noch schöne Musik daraus. Ob diese Aufnahme dazu beiträgt, den Namen Rombergs wieder eine ihm gebührende Bedeutung im Cellisten-Olymp zukommen zu lassen, das darf allerdings bezweifelt werden. Schließlich gibt es da schon genug andere Platzhirsche....

Guido Krawinkel [08.02.2016]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Bernhard Heinrich Romberg
1Violoncellokonzert Nr. 1 B-Dur op. 2 00:30:01
4Violoncellokonzert Nr. 5 fis-Moll op. 30 00:28:26

Interpreten der Einspielung

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