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CD-Besprechung

Werke von Edvard Grieg und Lars-Erik Larsson

Werke von Edvard Grieg und Lars-Erik Larsson

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 13.01.14

Antes BM319288

1 CD • 70min • 2013

Der Eindruck, dass Ola Rudner am Pult der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, der er seit beinahe fünf Jahren als Chefdirigent vorsteht, in der Musik der beiden skandinavischen Meister eher die scharfen Kanten und explosiven Substanzen als die liebreizenden Betörungen sucht, verstärkt sich nach einer vergleichsweise milden Morgenstimmung kontinuierlich. Schon Anitras Tanz entbehrt der vertrauten, einschmeichelnden Rundungen, das Volk des Bergkönigs wackelt definitiv „trollig“ und nicht drollig auf die Bühne (wobei die Horde hier ein wenig gespenstischer hätte aufziehen und nicht gleich in die Szene springen sollen); der ohnehin rabiate Brautraub verpaßt uns einen gehörigen Satz Watschen, der arabische Tanz klingt wie eine bis dato unbekannte Begleitmusik zu Antonio Banderas’ „Dreizehntem Krieger"; und wenn Peer Gynt bei Gewitter und Sturm wieder heimkommt, pfeift’s um ihn her, als ob der Fliegende Holländer einem Vampyr auf dem Horn des Freischützen den Marschner bläst. Derlei geht natürlich zu Lasten der noblen Übergänge und weichen Bögen, läßt am Ende aber Solveigs Lied als umso ergreifenderes Relief hervortreten.

Die Suite Aus Holbergs Zeit zielt in dieselbe Generalrichtung, so dass die Vermutung, der junge Sergej Prokofieff habe sich die Partitur des neoklassizistischen Juwels unters Kopfkissen gelegt, bevor er an seine Symphonie classique ging, vor allem im Präludium und der Gavotte beinahe schon zur Gewißheit wird. Die 1938 entstandene Pastoralsuitedes damals 30-jährigen, häufig sympathisch verspielten Lars-Erik Larsson liegt für seinen Landsmann Rudner offenbar auf einem ähnlichen Breitengrad: Man geht beherzt zu Werke, opfert in der hübschen Romanze etwas vom möglichen Sentiment, bürstet dafür aber die beiden knorrigen Ecksätze schön gegen den Strich und beschließt die Produktion also mit Pfiff und Elan.

Rasmus van Rijn [13.01.2014]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 E. Grieg Peer-Gynt-Suite Nr. 1 op. 46 00:16:22
5 Peer-Gynt-Suite Nr. 2 op. 55 00:17:36
9 Aus Holbergs Zeit G-Dur op. 40 (Suite) 00:22:03
14 L.-E. Larsson Pastoral-Suite op. 19 00:13:42

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Württembergische Philharmonie Reutlingen Orchester
Ola Rudner Dirigent
 
BM319288;4014513030689

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