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CD-Besprechung

cpo 999 889-2

1 CD • 56min • 2002

31.07.2007

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 5
Klangqualität:
Klangqualität: 7
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Es ist ausgesprochen schade, dass man für diese Einspielung der Sinfonien von Beethovens Zeitgenossen Friedrich Ernst Fesca (Nr. 2 und 3 sind bei cpo unter 999 869 2 erschienen) den jungen Kapellmeister Frank Beermann eingeladen hat, der schon bei seiner Einspielung der Mozart-Klavierkonzerte mit den Bamberger Symphonikern und Pianist Matthias Kirschnereit zeigte, dass er mit historisch informierter Aufführungspraxis wenig im Sinn hat und vom Musikalisch-Gestalterischen her auf mich ausgesprochen durchschnittlich wirkt. Die Radiophilharmonie Hannover des NDR, die man bei Konzerten im norddeutschen Raum unter verschiedenen Dirigenten und vielen Kirchenmusikern immer wieder als flexibles, an lebendiger Aufführungspraxis interessiertes Orchester erleben kann, liefert hier – sicherlich durch den Dirigenten bedingt – einen lustlosen Dauer-Sostenuto-Sound, der nicht geeignet ist, für die an sich anregenden, vorzüglich gearbeiteten, progressiv-genialischen Werke von Fesca jene Lanze zu brechen, die sie verdient hätten. Auch das Dauervibrato dürfte heute nicht mehr so viele Freunde finden wie noch vor 30 Jahren. Mir fallen gleich eine ganze Reihe von Orchestern und Dirigenten auf cpo-Produktionen ein, die sich hier vielleicht besser geeignet hätten – die Kammerakademie Neuss unter Goritzki (Onslow-Sinfonien) oder die Capella Coloniensis unter Kuijken (Sinfonien von Mendelssohn und Schneider) beispielsweise. Wäre die Musik Fescas nicht von so hoher Güte – immerhin hat die erste Folge der Fesca-Sinfonien (die mir freilich nicht besser gefällt) international vorzügliche Kritiken bekommen –, würde ich diese Einspielung nicht zur Anschaffung empfehlen. Der Klang hat ordentliches Rundfunk-Niveau, ist allerdings ziemlich pauschal, wenig räumlich und krankt an der bekannten romantisierenden Ästhetik: Betonung der Außenstimmen, Dominanz des Blechs und allzu homogene Bläsergruppen unter weitgehender Aufgabe der Eigenfarbe der Blasinstrumente.

Dr. Benjamin G. Cohrs [31.07.2007]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Friedrich Ernst Fesca
1Sinfonie Nr. 1 Es-Dur op. 6 00:32:06
5Ouvertüre D-Dur op. 41 – Andante - Allegro molto assai 00:06:38
6Ouvertüre C-Dur op. 43 – Andante - Allebro vivace 00:08:16
7Ouvertüre (aus der Oper Omar und Leila) – Andante - Allegro 00:08:36

Interpreten der Einspielung

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