Violin Concertant XXI Vol.2
Elena Denisova violin • Gustav Mahler Ensemble • Alexei Kornienko conductor
TYXart TXA25196
1 CD • 82min • 2016, 2025
01.09.2026
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Gesamteindruck:![]()
Das Album mit vier Werken für Violine und Orchester unter dem Titel „Violin concertant XXI Vol. 2“ geht zurück auf Live-Aufnahmen, die bei Festspielen entstanden sind. Das Violinkonzert in memoriam Max Reger von Franz Hummel (1939 – 2022) wurde bei den Weidener Max-Reger-Tagen 2016 uraufgeführt und eingespielt vom Gustav Mahler Ensemble, das die 1963 in Moskau geborene österreichische Violinistin Elena Denisova und der 1954 ebenfalls in Moskau geborene österreichische Dirigent Alexei Kornienko zwanzig Jahre zuvor gemeinsam gegründet hatten.
Hommage an Reger in Weiden
Hummel wollte ursprünglich Regers unvollendete Rhapsodie für Violine und Orchester vervollständigen, entschloss sich dann aber, ein eigenes Konzert in memoriam Reger zu schreiben. Entstanden ist ein kontrastreiches, dreisätziges Werk in einem gemäßigt modernen Stil, dass an die Solistin wie an das kleine Orchester hohe Ansprüche stellt. Hummel hat „kleine Verweise“ auf des Meisters Torso eingearbeitet, kurz vor Schluss aber plakativ die erste Takte von dessen Mozart-Variationen eingefügt. Elena Denisova spielt ihren Part mit Temperament und Akkuratesse, wandlungsfähig in Tongebung und Dynamik. Das Mahler-Ensemble agiert unter dem überlegenen Dirigat von Alexei Kornienko flexibel, immer eng auf die führende Solostimme bezogen.
Neues aus Salzburg
Die folgenden drei Werke wurden beim Eröffnungsfest der Salzburger Festspiele 2025 aufgenommen und spiegeln eine äußerst vielschichtige Palette. Alexander Zemlinskys (1871 – 1942) frühe Serenade für Violine und Klavier wurde von Franz Hummel bearbeitet, wobei der farbenfrohe Orchestersatz allerdings die Solovioline über weite Strecken untergehen lässt. Als Entschädigung dafür erklingt am Ende eine virtuose Violin-Cadenza aus Hummels Feder, bevor das fünfsätzige Stück mit Aplomb zu Ende geht. Der 1953 geborene österreichische Komponist Maximilian Kreuz hat einen Choral im Alten Stil nach Schemelli für Violine und Streichorchester geschrieben, wobei er auf das Lied Ihr Gestirn‘, ihr hohen Lüfte aus Georg Schemellis Gesangbuch von 1763, an dem auch Johann Sebastian Bach mitwirkte, zurückgeht. Die Interpreten vertiefen sich mit starkem Ausdruck in die neunminütige originelle Paraphrase, die keineswegs altertümlich daherkommt.
Begeisterung für Strawinsky
Den Höhepunkt bildet Igor Strawinskys Suite nach Pergolesi für Violine und Klavier, arrangiert für Violine und Orchester von Elena Denisova, wobei sie klanglich an die Pulcinella-Ballett-Fassung von 1919/20 erinnern konnte. Das Gustav-Mahler Ensemble und die Solistin zeigen sich hier als ideale Vermittler dieser Musik, die zwischen Nostalgie und Ironie auf amüsanttße Weise schwankt. Dass die Zuhörer in Salzburg begeistert waren, beweist auch der mit aufgenommene Applaus.
Das Booklet enthält kurze Statements der Komponisten und Interpreten in deutscher und englischer Sprache.
Prof. Klaus Trapp [01.09.2026]
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Komponisten und Werke der Einspielung
| Tr. | Komponist/Werk | hh:mm:ss |
|---|---|---|
| CD/SACD 1 | ||
| Franz Hummel | ||
| 1 | Violinkonzert (in memoriam Max Reger) | 00:30:27 |
| Alexander Zemlinsky | ||
| 4 | Serenade A-Dur für Violine und Klavier | 00:22:50 |
| Maximilian Kreuz | ||
| 9 | Ihr Gestirn', ihr hohen Lüfte für Violine und Streichorchester (Choral im Alten Stil nach Schemelli) | 00:08:57 |
| Igor Strawinsky | ||
| 10 | Suite (d'après thèmes, fragments et pièces de Giambattista Pergolesi) | 00:19:32 |
Interpreten der Einspielung
- Elena Denisova (Violine)
- Gustav Mahler Ensemble (Ensemble)
- Alexei Kornienko (Dirigent)

