Aarhus Symphony Orchestra • Dmitry Matvienko
Prokofiev • Silvestrov
OUR Recordings 8.226936
1 CD • 51min • 2025
22.05.2026
Künstlerische Qualität:![]()
Klangqualität:![]()
Gesamteindruck:![]()
Einen größeren Kontrast zwischen Prokofjews Sechster Sinfonie und der "Stillen Musik" von Valentin Silvestrov kann es wohl nicht geben – einerseits harte Konflikte bis zum Schluss, andererseits eine kaum vorstellbare Ruhe. Im nicht unintelligenten englischen Einführungstext wird dies erklärt – wer will, möge es lesen.
Spannender Prokofjew
Wichtiger dürfte sein, dass der Dirigent Dmitry Matvienko mit dem Aarhus Symphony Orchestra eine explosive Interpretation des Prokofjew-Werks bietet, die es mit den besten im Katalog aufnehmen kann – ich denke etwa an Andrew Litton oder Gennadi Roshtdeswenski. Die enorme Spannung, von der das Werk getragen ist, teilt sich in jedem Takt mit, auch im scheinbar so heiteren Beginn des Finales, und der Orchesterklang besticht durch größtmögliche Deutlichkeit, die viele wertvolle und sonst unterbelichtete Details der Partitur zu Tage treten lässt. Auch dass Matvienko für die Schlusstakte ein sehr langsames Tempo wählt, passt in seine geradezu fäusteschüttelnde Deutung.
Silvestrov in Watte
Danach klingt dann Silvestrovs Stille Musik, in der alle Charakteristika des Spätstils dieses Komponisten wie in einem Brennspiegel zusammengefasst sind, dann nur noch nach überirdischem Frieden – nach einem "So ginge es doch vielleicht auch"? Dass das Stück durch den – in der Sinfonie sehr adäquaten – Klang zusätzliche in Watte gepackt zu sein scheint, bekommt der Musik allerdings nicht unbedingt.
Thomas Schulz [22.05.2026]
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Komponisten und Werke der Einspielung
| Tr. | Komponist/Werk | hh:mm:ss |
|---|---|---|
| CD/SACD 1 | ||
| Sergej Prokofjew | ||
| 1 | Sinfonie Nr. 6 es-Moll op. 111 | 00:40:44 |
| Valentin Silvestrov | ||
| 4 | Quiet Music | 00:09:58 |
Interpreten der Einspielung
- Aarhus Symphony Orchestra (Orchester)
- Dmitry Matvienko (Dirigent)
