Stephan Märki möchte seinen Vertrag in Cottbus nicht verlängern
Der Vertrag des Intendant en des Staatstheaters Cottbus endet im Sommer 2025
Stephan Märki, Intendant des Staatstheater Cottbus seit der Spielzeit 2020/21, wird seinen im Sommer 2025 auslaufenden Vertrag an Brandenburgs einzigem Mehrspartenhaus auf eigenen Wunsch nicht verlängern. Zu seiner Entscheidung sagt Stephan Märki: „Ich arbeite mit großer Freude und Motivation gemeinsam mit den Ensembles der vier Sparten und der Belegschaft für dieses Haus. Mit Blick auf meine persönliche Uhr halte ich es aber für opportun, den Staffelstab zum Ende meiner Vertragslaufzeit weiterzugeben und einen kontinuierlichen Übergang zu ermöglichen.“
Von den Zuwendungsgebern, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und den Städten Cottbus und Frankfurt (Oder), ist eine Kommission zur Findung einer Nachfolge eingesetzt worden. Neben Kulturministerin Manja Schüle, der Kaufmännischen Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzenden der Brandenburgischen Kulturstiftung Cottbus-Frankfurt (Oder) Iris Dönicke sowie externen Theater- und Musikexpertinnen und -experten hat auch auf Märkis Initiative hin der künstlerische Personalrat des Staatstheater Cottbus darin eine Stimme.
Nachfolger wird gesucht
Manja Schüle, Kulturministerin und Vorsitzende des Stiftungsrates: „Cottbus ist gegenwärtig eine der spannendsten Städte in Deutschland – und schon lange keine Provinz mehr. In der Lausitz ist das bereits lange klar. Inzwischen spricht es sich auch im Rest der Republik rum. Dass das so ist, liegt maßgeblich am Staatstheater Cottbus. Und natürlich an Stephan Märki. Aber: Für einen Abgesang ist es noch deutlich zu früh. Ich bin froh, dass uns Stephan Märki noch bis Sommer 2025 als Intendant erhalten bleibt. Und ich freue mich, dass er uns dabei helfen wird, eine würdige Nachfolgerin, einen würdigen Nachfolger zu finden. Denn wir haben in den kommenden Jahren noch viel vor: Kultur ist der Schlüssel, um regionale Identität zu stärken, neue Beschäftigungspotenziale zu erschließen, Strahlkraft für die Lausitz zu entwickeln. Dafür brauchen wir das Staatstheater als Kreativ-Motor.“
Zuletzt konnte sich das Staatstheater Cottbus unter der Leitung von Stephan Märki über die Schaffung von vier neuen, durch das Kulturministerium finanzierten Stellen freuen, mit denen das Ballettensemble des Staatstheater Cottbus von der Spielzeit 23.24 an aufgestockt wird. Zwei weitere Positionen werden im Rahmen des wiederbelebten Eleven-Programms vergeben.
Überregionale Aufmerksamkeit
Als Regisseur konnte Stephan Märki mit sechs ausverkauften Vorstellungen der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner überregionale Erfolge bei Publikum und Presse erzielen. Mit einer letzten Vorstellungsserie seiner gefeierten Inszenierung von Georges Bizets Oper Carmen wird Anfang Juli Märkis dritte Spielzeit in Cottbus beschlossen werden. Märki hatte die Intendanz im Sommer 2020, also zu Beginn der Coronakrise, angetreten. Mit zum jetzigen Zeitpunkt bereits 20.000 Zuschauer mehr als in der Vorsaison erlebt das Staatstheater Cottbus die Rückkehr der Zuschauerzahlen in Richtung vorpandemisches Niveau.
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