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Meldung vom 28.10.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Kasseler Musiktage: Kein Schlusstrich!

Ein Streichquartett kehrt zurück und ein bundesweites Projekt wird auch in Kassel aufgeführt

Mit gleich zwei Veranstaltungen beteiligen sich die Kasseler Musiktage in diesem Jahr an dem bundesweiten Projekt Kein Schlussstrich!, das zum Ziel hat, die Hintergründe und Folgen der rassistischen NSU-Morde und rechtsextremen Strukturen inmitten der deutschen Gesellschaft künstlerisch-diskursiv zu thematisieren. Dazu wird in der Kasseler Martinskirche die interaktive Installation Manifest(o) vom 29. Oktober bis zum 2. November jeweils zwischen 15.00 und 17.00 Uhr bei freiem Eintritt zu erleben sein. Ein Klavierabend unter dem Titel Gleißendes Licht mit dem Pianisten Emre Elivar am 2. November um 20.00 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof ist ebenfalls Teil davon. Innerhalb der ersten Festivalwoche setzt außerdem das in Kassel beliebte Apollon Musagète Quartett seinen Dvořák-Zyklus fort. Nach coronabedingter Pause im vergangenen Jahr spielen die vier Musiker am 31. Oktober um 18.00 Uhr erstmals in der neuen Kasseler Spielstätte UK14.

Grenzüberschreitendes, Geschichte und Orte verbindendes Oratorium

Das polytopische Oratorium Manifest(o) des Komponisten Marc Sinan vereint sieben, an Schlüsselorten der Taten des NSU gleichzeitig aufgeführte Einzelperformances, die digital miteinander verbunden sind, in einem abendfüllenden Werk. Aus einzelnen Stimmen entsteht Manifest(o) als grenzüberschreitendes, Geschichte und Orte verbindendes Oratorium mit Orchester, Chören und Solisten. Negative Energien der Verbrechen werden aufgenommen, Grundfragen von Vergeltung und Neuanfang diskutiert und in einer ethischen Utopie verarbeitet. In der Kasseler Martinskirche lädt die interaktive Installation Die Abwesenheit Gottes / Tanrının Yokluğu (Ritual eines Verlusts) als Teil des Oratoriums zum Mitspielen ein. Hier interagiert das Publikum mit der berühmten Rieger-Orgel, die dabei vollständig über Sensoren kontrolliert wird und auf die Anwesenden, die sich im Kirchenraum bewegen, reagiert. Ist die Kirche leer, pulsiert die Musik aus Marc Sinans Komposition; je voller sie wird, desto fragiler werden die Klänge, bis hin zu vollständiger Stille.

Musikalisches Treffen der Gegensätze

Auch ein Klavierabend im Kulturzentrum Schlachthof ist Teil des Manifest(o)-Oratoriums, in dem Sinans Komposition Gleißendes Licht / Parlayan Nur (Ritual des Erinnerns) erklingt. Der vor allem in seinem Heimatland Türkei gefeierte Pianist Emre Elivar präsentiert in diesem Programm ein musikalisches Treffen der Gegensätze: Dem Gleißenden Licht, das bewusst als Geste der Assimilation an berühmte mitteleuropäische Klavierliteratur komponiert wurde, werden Stücke des türkischen Komponisten Mahir Cetiz, einzelne Préludes sowie ein Satz aus dem Catalogue d’oiseaux von Olivier Messiaen und die drei Klavierstücke op. post. D 946 von Franz Schubert gegenübergestellt.

Apollon Musagète Quartett wieder komplett

Im vergangenen Jahr begeisterte Primarius Paweł Zalejski allein bei Musik zu zweit sowie im Duo Viennese, diesmal spielt das Apollon Musagète Quartett wieder komplett. Zum ersten Mal treten die vier polnischen Musiker im neuen Spielort UK14 auf, wo sie ihren 2016 begonnenen Dvořák-Zyklus mit dem neunten Streichquartett d-Moll fortführen. Johannes Brahms gewidmet, ist das Quartett des tschechischen Romantikers zwar gezeichnet von Melancholie und Trauer über schwere familiäre Schicksalsschläge, jedoch auch von atmosphärischer Schönheit und der steten Suche nach einer unverwechselbaren kompositorischen Sprache.

Karten für alle Veranstaltungen sind über unseren Onlineshop, sämtliche Reservix-Vorverkaufsstellen sowie über unser Kartentelefon 0561-316 450 0 zu erwerben.

Für alle Veranstaltungen gilt die am Veranstaltungstag jeweils bestehende Version der Corona-Schutzverordnung und des bestehenden Hygienekonzepts.

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