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Meldung vom 05.08.2021

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Fortsetzung der Mozart-CD-Edition der Orpheum Stiftung

Gesamteinspielung der Instrumental-Konzerte

Das Jahr 2021 steht für die Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solisten ganz im Zeichen Mozarts. Am 18. März 2021 fiel der Startschuss für das größte CD-Projekt der 30-jährigen Stiftungsgeschichte: Die Aufnahme aller Instrumentalkonzerte Mozarts. Das sind 34-Werke an der Zahl auf 11-CDs verteilt – von den frühen Klavier- und Violinkonzerten des Teenagers bis hin zu seinem letzten Instrumentalkonzert, dem berühmten Klarinettenkonzert KV 622. Vom 16. - 19. August 2021 findet in Salzburg im Dorothea Porsche Saal im Odeion die nächste Aufnahme für die Mozart-CD Edition, statt. Bei den Aufnahmen dabei sind diesmal: Veriko und Sofiko Tchumburidze (beide Violine), David Castro-Balbi (Violine) und Alexandre Zanetta (Horn) sowie Howard Griffiths, der das Mozarteumorchester Salzburg dirigiert. Auf dem Programm stehen Werke des jüngeren Mozart: das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219, das Hornkonzert Nr. 2 in Es-Dur KV 417 und Concertone für zwei Violinen in C-Dur KV 190. Die Konzertkadenzen stammen von den Solisten.

Mozarts Concertone für zwei Violinen in C-Dur KV 190

Auch wenn sie heute im Konzertsaal kaum mehr gespielt werden, zu ihrer Zeit waren „Concertoni“ vor allem in Österreich und Oberitalien sehr beliebt. Es handelt sich dabei um sinfonische Werke, in denen mehrere Instrumente als Soloinstrumente, ähnlich wie in der späteren Sinfonia concertante, eingesetzt sind. Mozarts erster Versuch in dieser Konzertform, sein Concertone KV 190 wurde laut einer Röntgenuntersuchung wohl am 31. Mai 1774 komponiert, da die Handschrift auf dem Autograf schwer leserlich ist. Mozart ist gerade mal 18-Jahre alt und experimentiert gerne mit unterschiedlichen Klangfarben und Instrumentenkonstellationen sowie Formen und Traditionen. Obwohl das Titelblatt nur zwei Geiger als Solisten benennt, mischen auch die Oboe sowie das Cello an hervorragender Stelle mit. Ein Werk in jedem Fall, das ausgiebig den Solisten Gelegenheit gibt, ihre virtuosen Künste zu zeigen. Bei der Uraufführung, aller Wahrscheinlichkeit am Salzburger Hof, dürfte Mozart selbst den einen Violinpart übernommen haben.

„Türkisch“: Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

Besonders anspruchsvoll ist sein fünftes Violinkonzert A-Dur KV 219. Für den Eigengebrauch am erzbischöflichen Hof in Salzburg geschrieben, an dem Mozart bereits seit seinem neunzehnten Lebensjahr als Konzertmeister wirkte, wurde es am 20. Dezember 1775 vollendet — einen guten Monat vor seinem zwanzigsten Geburtstag. Das Konzert bekam den Spitznamen „Türkisch“ wegen seines letzten Satzes, einem zunächst heiter und anmutig beginnenden Rondo.

Veriko Tchumburidze (Jg.1996) trat u.a. auf mit Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Lisa Batiashvili, Gérard Caussé, Sol Gabetta, Clemens Hagen, Maxim Vengerov und Tabea Zimmermann. Sie ist bei der Orpheum Stiftung keine Unbekannte. Mit dem Münchener Kammerorchester unter Howard Griffiths nahm Veriko das Violinkonzert in C-Dur von Anton Wranitzky für Sony auf. Mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt und Howard Griffiths entstand eine Einspielung der Filmmusik zu „Schindlers Liste“ beim Label Klanglogo, mit der sie auf Einladung der Orpheum Stiftung 2016 das Zürich Film Festival in der Oper Zürich eröffnete. Weitere Informationen unter www.orpheum.ch

Sofiko Tchumburidze (Jg. 2000) wird ebenfalls an der Musikhochschule in München von Lena Neudauer und Julia Fischer unterrichtet und wurde mehrfach in der Türkei, wie auch in München u.a. mit den „Young Artist Award“ des Ana Chumachenco–Wettbewerb, ausgezeichnet.

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