Neues künstlerisches Leitungsteam am Luzerner Theater
Ab 2021/22 nimmt das neue Leitungsteam seine Arbeit auf
Lydia Steier, Lars Gebhardt (Oper), Katja Langenbach (Schauspiel) und Wanda Puvogel (Tanz) bilden ab der Spielzeit 2021/22 das künstlerische Leitungsteam am Luzerner Theater unter der Intendanz von Ina Karr. „Theater ist das Gegenteil von Abstand – es bedeutet Nähe, Austausch, Reibung, Zusammenkommen‟, betont Ina Karr, designierte Intendantin des Luzerner Theaters, „darum ist die Vorstellung meines zukünftigen Teams für mich in diesen Zeiten ein sehr besonderer Moment. Seit Wochen konferieren wir digital miteinander, teilen unsere Pläne und Ideen für das Luzerner Theater über Videokonferenzen, entwerfen, verwerfen und hecken Projekte aus. Wir spüren angesichts der aktuellen Situation die auferzwungene Distanz und die Bedeutung von direktem Kontakt. Umso mehr freuen wir uns auf die Rückeroberung des öffentlichen Raums durch die Künste und auf unser analoges, gemeinsames Theaterschaffen in Luzern.‟
Das neue Leitungsteam verkörpert durch seine Erfahrungen und Überzeugungen die „Luzerner Dramaturgie‟: das künstlerische Konzept eines gemeinsam gedachten, starken, im besten Sinne selbstbewussten und einladenden Theaters für die Stadt und Region. Die Regisseurin und Dramaturgin Katja Langenbach wird Leiterin der Schauspielsparte, die Regisseurin Lydia Steier und Lars Gebhardt, der von der Deutschen Oper Berlin als Chefdramaturg nach Luzern kommt, werden die Sparte Musiktheater prägen. Die Tanzdramaturgin Wanda Puvogel übernimmt die Leitung im Tanz.
Oper – immer wieder neu erzählt
Als Team werden die Regisseurin Lydia Steier und Dramaturg Lars Gebhardt von der Deutschen Oper Berlin gemeinsam die Sparte Oper leiten und damit gemeinsam Inhalte, Spielplan, Ensemble und Regiepositionen prägen. Lars Gebhardt interessiert in der Oper besonders die Frage der Zeitgenossenschaft: „Was ist zeitgenössisch? Sind das Neue Musik und experimentelle Formen? Ist das eine möglichst dekonstruierte Erzählweise? Eine futuristische Ästhetik? Zeitgenossenschaft heißt für uns, mit lebenden Komponistinnen und Komponisten zusammenzuarbeiten, die jenseits von eindeutigen Zuschreibungen arbeiten – Künstlern, die zwischen Ästhetiken mäandern, die transkulturell arbeiten, die sich auf Neues einlassen können. Zeitgenossenschaft bedeutet aber auch Mut zum Geschichtenerzählen: wie kaum eine andere Kunstform, beschäftigt sich die Oper mit alten Formen und Stoffen, mit Geschichten, die seit Jahrhunderten immer neu befragt werden, aber auch immer neu erzählt werden müssen‟, sagt er.
Weitere Meldungen vom 25.05.2020
- [25.05.2020] Basel Sinfonietta feiert die Zukunft mit dem "Abo Surprise"
-
Überraschende Konzepte - unterschiedlichste Programme
- [25.05.2020] Neue Chefdirigentin für das Lahti Symphony Orchestra
-
Dalia Stasevska übernimmt den Chefposten ab der Saison 2021/21
- [25.05.2020] Neues künstlerisches Leitungsteam am Luzerner Theater
-
Ab 2021/22 nimmt das neue Leitungsteam seine Arbeit auf
