Konzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin 2020/21
Robin Ticciatis vierte Spielzeit als Chefdirigent
In den letzten drei Jahren als Chefdirigent hat Robin Ticciati den ästhetischen Spielraum und das große Einverständnis, das zwischen ihm und dem Orchester gewachsen ist, eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Diesen Weg setzen das DSO und sein Künstlerischer Leiter in der Saison 2020/2021 fort.
Besondere Aufmerksamkeit widmen Robin Ticciati und das DSO diesmal dem Werk Richard Wagners und seiner Beziehung zu Frankreich und Paris, der sie an vier Konzertabenden im Rahmen des Festivals Wagner-Perspektiven vom 13. bis 21. November nachspüren. Wie eine Erweiterung und ein Kontrapunkt zu dem Festival ist das Projekt Im Kampf mit dem Teufel im Februar angelegt, das sich Robin Ticciati und das DSO im Rahmen der Biennale Die Goldenen Zwanziger, zu der die Berliner Philharmoniker einladen, vorgenommen haben. Von Ondřej Adámek kommend über Paul Hindemiths Einakter Sancta Susanna und Bohuslav Martinůs verrückt-absurde Jazzoper Die Tränen des Messers in szenischen Einrichtungen spannt das Programm einen weiten Bogen von der Gegenwart bis ins 12. Jahrhundert.
Komponisten-Portraits und Uraufführungen
Die Musik des Briten Edward Elgar zieht sich in dieser Saison als ein weiterer Schwerpunkt durch die Programme Robin Ticciatis. Es ist Musik eines Komponisten, der für Ticciatis eigene künstlerische Entwicklung von großer Bedeutung war. Aber auch Linien, die ihn und das DSO in den letzten Jahren beschäftigten, verfolgt der Chefdirigent weiter. Dazu gehört Hector Berlioz mit seiner Symphonie fantastique und der Viola-Symphonie Harold en Italie, aber auch Anton Bruckner, dessen symphonisches Œuvre einen wichtigen Teil der gemeinsamen Geschichte von Dirigent und Orchester ausmacht. Mit der Vierten gab Ticciati seinen Einstand in Berlin, nach der Sechsten, Siebten und Achten folgt nun die Neunte Symphonie. Die einstige Linie mit Werken von Johannes Brahms wirkt im Deutschen Requiem und dem Ersten Klavierkonzert weiter. Auch die Gegenwartsmusik spielt weiterhin eine große Rolle: Die schottische Komponistin Helen Grime ist mit der Deutschen Erstaufführung ihres Schlagzeugkonzerts vertreten, ihr tschechischer Kollege Ondřej Adámek mit Shiny or Shy. Beide bereichern seit einigen Jahren immer wieder die Programme des DSO. Das Experiment der Orchesterimprovisation, das im letzten Jahr erstmals gelang, wird in der neuen Saison erneut gewagt.
Sänger, Instrumentalsolisten und Nachwuchsförderung
Die Saison 2020/2021 ist eine der großen Sängerinnen und Sänger. Dazu gehören die Sopranistinnen Julie Fuchs, Christiane Karg, Anu Komsi, Kateřina Kněžíková, Sally Matthews, Dorothea Röschmann, Yeree Suh und Rachel Willis-Sørensen, die Mezzosopranistinnen Julie Boulianne, Karen Cargill, Magdalena Kožená, Michaela Schuster, die Altistin Jana Sýkorová, die Tenöre Simon O’Neill, Neal Cooper und Andrew Staples, die Baritone Matthias Goerne, Sir Simon Keenlyside und Thomas Lehman, die Baritonistin Lucia Lucas und der Bass John Relyea. Zudem wird die bewährte Zusammenarbeit mit den geschätzten Partnern Rundfunkchor Berlin und RIAS Kammerchor Berlin fortgesetzt.
Die Spielzeit ist nicht weniger eine der großer Instrumentalsolistinnen und -solisten. Als Meister der Tasten kehren Pierre-Laurent Aimard, Richard Goode, Evgeny Kissin, Louis Lortie, das GrauSchumacher Piano Duo und Lars Vogt zum DSO zurück, Seong-Jin Cho, Alexander Gavrylyuk, Beatrice Rana und der Organist Thomas Ospital sind zum ersten Mal beim Orchester zu Gast. Eine hochkarätige Riege an der Violine präsentiert sich mit Isabelle Faust, Hilary Hahn, Alina Ibragimova, Vadim Gluzman, Sergej Krylov und Christian Tetzlaff. An der Viola zeigen Nils Mönkemeyer und Timothy Ridout, am Violoncello Séverine Ballon, Sol Gabetta, Alban Gerhardt, Tomáš Jamnik und Kian Soltani ihr Können. Mit seinem Instrument ist der Schlagzeuger Colin Currie ein spannender Gast. Der Oboist Mariano Esteban Barco, der Klarinettist Joë Christophe, der Geiger Timothy Chooi und der Cellist Friedrich Thiele geben zudem im Rahmen der ›Debüt‹-Reihe ihren Einstand beim DSO.
Chefsache ist für Robin Ticciati auch das Engagement für den Nachwuchs. Seine Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Ferenc-Fricsay-Akademie und der Gesangsabteilung der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin wird im März mit der Kammeroper The Bear von William Walton fortgesetzt. Zudem leitet der DSO-Chefdirigent im September erneut einen ›Symphonic Mob‹. Mehr zur Konzertsaison 2020/21 unter https://www.dso-berlin.de
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