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Aktuelle Meldung vom 20.04.2017

Trauer um Manfred Jung

Kammersänger Manfred Jung ist am Karfreitag, 14. April 2017 nach langer, schwerer Krankheit in Essen verstorben. Als junger Heldentenor wurde er 1976 nach einem Gastengagement als Loge in Wagners Rheingold vom damaligen Intendanten Grischa Barfuß an die Deutsche Oper am Rhein engagiert und sang hier bis 1988 alle großen Rollen des Heldentenorfachs, darunter vor allem jene Wagner-Partien, die in den Folgejahren seine Weltkarriere prägen sollten: Siegmund, Siegfried, Tristan und Walther von Stolzing. Von der Deutschen Oper am Rhein aus gastierte er international u. a. an der New Yorker Carnegie Hall, später in der Metropolitan Opera sowie in der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper, um nur wenige zu nennen.

Bereits 1977 wurde Manfred Jung von Wolfgang Wagner als Siegfried in Patrice Chereaus „Jahrhundert-Ring“ unter Pierre Boulez bei den Bayreuther Festspielen engagiert und war in den folgenden 20 Jahren stets gern gesehener Gast auf dem Grünen Hügel. Für die Video-Aufzeichnung des Rings erhielt er auch den begehrten Grammy-Award. Seit 1989 war Manfred Jung auch als Dirigent tätig und widmete sich seit 2006 im Rahmen der von ihm gegründeten Junge Musiker Stiftung mit Sitz in Bayreuth der Förderung des Sängernachwuchses.

Manfred Jungs strahlende Stimme sowie seine enorme Bühnenpräsenz bleiben unvergessen. Er erlebte seine Rollen und war dadurch überzeugend und authentisch in seiner Darstellung. Als Starkstrom-Elektriker und Beleuchter am Theater Essen ausgebildet, verlor der in Oberhausen geborene Manfred Jung nie die Boden­­haftung und war als humorvoller und zuverlässiger Kollege beliebt. Sein Intendant Grischa Barfuß sagte über ihn: „Er war ein außergewöhnlich beliebter Sänger beim Publikum. Er hatte nie Starallüren, er war einfach Manfred Jung und das Publikum hat ihn als Manfred Jung akzeptiert.“


Empfehlung vom April 2010

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