Kammermusikwoche in Schloss Elmau – Ein Highlight zum Jahresanfang
55. Kammermusikwoche vom 09. bis 16. Januar 2010
Die Kammermusikwoche im oberbayerischen Schloss Elmau zählt zu den attraktivsten Kammermusikfestivals Deutschlands und kann mit ihrer 55. Ausgabe einmal mehr zahlreiche Höhepunkte vorweisen. 39 hochkarätige internationale Musiker sind eingeladen: in Kombination mit interessanten Programmen und Begegnungen untereinander ermöglicht sie dem Publikum innerhalb einer Woche mit Matinée- und Abendveranstaltungen intensiv in die Kammermusik einzutauchen und deren wichtigsten Repräsentanten kennen zu lernen. Für jedes Konzert sind auch Einzeltickets sowie Tagestickets und ein Festivalpass für den gesamten Zeitraum erhältlich.
Zum Auftakt am 9. Januar 2010 um 19 Uhr gastiert der Pianist Martin Stadtfeld, diesmal im Zusammenspiel mit dem Cellisten Jan Vogler. Die beiden gestalten ein Konzert ausschließlich mit Duo-Sonaten von J. S. Bach. Am darauffolgenden Sonntagmorgen präsentiert sich das Kuss Quartett mit den Streichquartetten von Beethoven op. 135 und Brahms op. 67. 
Bariton Christian Gerhaher
Foto: Hiromichi YamamotoAm Abend ist einer der bedeutendsten Liedsänger unserer Tage, der Bariton Christian Gerhaher mit seinem Klavierpartner Gerold Huber, mit einem Mahler-Abend zu Gast und gibt in Elmau sein Hausdebut. Die drei Damen des Boulanger Trios bieten am Montag feinsinniges und leidenschaftliches Spiel mit Musik von Schönberg, Schumann und Lili Boulanger. Am Abend dann musiziert der Geiger Leonidas Kavakos mit fünf der international angesehensten Kammermusiker Streichsextette von Dvorák, Schulhoff und Tschaikowsky. 
Carolin Widmann
Foto: KaskaraSeinen großen Durchbruch hatte vor kurzem der Bratschist Nils Mönkemeyer, der mit dem Pianisten Nicholas Rimmer am 12. Januar Werke von Schumann und Brahms interpretieren wird. Abends spielt dann die Geigerin Carolin Widmann ein für sie kennzeichnendes Programm zwischen Barock und Avantgarde. Ihr hochvirtuoser Partner am Cembalo ist Naoki Kitaya. Keine Musik gibt es am Morgen des 13. Januar – aber ein großer Musiker, Gidon Kremer, berichtet über seine künstlerische Entwicklung, seine Erfahrungen in der Sowjetunion und über große Musikerkollegen dieser Zeit. Ein weiterer, der Stimme gewidmeter Beitrag, bereichert die Kammermusikwoche am 14. Januar. Die Sopranistin Sophie Daneman, eigentlich für ihre Barockraffinessen bekannt, begibt sich mit dem legendären Tokyo String Quartet auf Spurensuche in Sachen Webern, Reimann, Schumann, Berg und Schönberg. Ein Klassikgespräch mit Musik findet am Abend des desselben Tages mit Daniel Hope, Sebastian Knauer, Walter Levin und dem Philosophen Ferdinand Zehentreiter statt, moderiert von der „Tagesspiegel“-Journalistin Christine Lemke-Matwey. Das Thema lautet: Musik Live: Emotionen, live übertragen von BR-Klassik. Am vorletzten Festivaltag hört man den Geiger Kirill Troussov mit seiner Schwester Alexandra Troussova (Klavier) mit Musik von Beethoven, Vitali und Franck. Am Abend kommen Daniel Hope und Sebastian Knauer dann auch musikalisch noch einmal zu Wort mit Stücken von de Falla, Brahms, Grieg und Gershwin. 
Lisa Batiashvili
Foto: Mat Hennek
Am Samstag, den 16. Januar um 19.00 Uhr, endet die 55. Schloss Elmau Kammermusikwoche mit Lisa Batiashvili (Violine), François Leleux (Oboe) und Milana Chernyavska (Klavier), die Oboen Tableaux’ von Silvestrini Gilles und Duo Sonaten von Camille Saint-Saëns und Debussy thematisierend.
Karten und Informationen sind über Schloss Elmau erhältlich, Tel.: 08823-180, Fax: 08823- 18177 e-mail: schloss@elmau.de Tickets können per Telefon, e-mail oder direkt im Internet bestellt werden. Einzelpreis für ein Konzert: 30,- Euro (Schüler und Studenten erhalten 50 Prozent Ermäßigung) Besuch von zwei Veranstaltungen an einem Tag: 45,- Euro (Tagesticket), Festivalpass für alle Veranstaltungen: 250,- Euro.
R.W., 4.1.2010