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2006 Neujahrskonzert Wiener Philharmoniker • Mariss Jansons
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2 CD • 1H 48 Min. • 2006
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Details (27.02.2006)
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Auch ein kommerzieller Dauerbrenner wie das alljährliche Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker braucht regelmäßig neues Futter, will man nicht Absatz-Einbußen in Kauf nehmen. Der Name des derzeit hoch gehandelten Dirigenten und Neujahrskonzert-Debutanten Mariss Jansons allein wird als Verkaufsargument kaum ausreichen, tritt er doch gegen so illustre Vorgänger wie Carlos Kleiber, Lorin Maazel, Zubin Mehta oder Nikolaus Harnoncourt an – von Clemens Krauss, Willi Boskovsky und Herbert von Karajan ganz zu schweigen. So sind es denn auch weniger die Evergreens Frühlingsstimmen- und Donauwalzer, Mozarts Figaro-Ouvertüre oder der obligatorische Radetzky-Marsch, die den Kauf des Doppelalbums lohnen, als vielmehr die seltener zu hörenden Titel, die die Philharmoniker unter Janssons zwar nicht mit spektakulärer Brillanz, dafür aber recht sensibel präsentieren. Ein Neujahrskonzert der verhalteneren Töne.
Die Furioso-Polka, der Galopp Liebesbotschaft und der Lagunen-Walzer von Johann Strauß oder die Polka francaise Telephon seines jüngsten Bruders Eduard dürften auch bei leidenschaftlichen Neujahrskonzert-Sammlern noch nicht so oft im Schrank stehen. Die Künstler-Quadrille, ob derer Johann Strauß seinerzeit der künstlerischen Blasphemie geziehen wurde, gibt Anlass zum fröhlichen Zitate-Raten. Und was gibt es Köstlicheres zur Feier des Mozart-Jahres als Josef Lanners Walzer Die Mozartisten, der Zauberflöte und Don Giovanni genüsslich durch den Dreivierteltakt-Fleischwolf dreht – alles Walzer oder was?!
Sixtus König (27.02.2006)
Künstlerische Qualität: |
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8 |
Bewertungsskala: 1-10 |
Klangqualität: |
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