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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Claude Debussy

* 22.08.1862 St.-Germaine-en-Laye
† 25.03.1918 Paris

Der 25. März 2018 ist ein besonderer Gedenktag: vor genau 100 Jahren starb der „musicien français“ Claude Debussy. Er wird häufig als Begründer des musikalischen Impressionismus bezeichnet, in jedem Fall war er das wichtigste Brückenglied zwischen Spätromantik und der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts. Seine harmonischen und formalen Neuerungen waren revolutionär. Spätere Filmkomponisten, Vertreter der Avantgarde und sogar Rock- und Jazzmusiker holten sich Anregungen aus seinen Werken. Harmonisch fand er neue Mittel des Ausdrucks durch die Verwendung von Ganztonleitern, durch freie Akkordfolgen ohne Bindung an die Kadenz und Aufhebung der Tonalität, das Melodische verleiht seinen Werken häufig etwas Gleitendes, Schwebendes, fast Narkotisches. Debussy ließ sich gerne von Naturstimmungen wie Nebel, Wolken, Spiegelungen im Wasser, Herbstblättern, vom Meer, aber auch von Verszeilen inspirieren. Er wurde am 22. August 1862 in St.-Germain-en-Laye in einfachen Verhältnissen geboren. Er besuchte nie eine reguläre Schule. Eine Schülerin Chopins gab ihm Klavierunterricht und förderte ihn, so dass er zwei Jahre später mit elf Jahren das Pariser Konservatorium besuchen konnte. 1879 holte ihn Frau von Meck (Tschaikowskys Gönnerin und Freundin) als Klavierlehrer für ihre Kinder in ihre Dienste und er begleitete sie durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Anschließend setzte Debussy sein Studium am Konservatorium fort und errang 1884 nicht zuletzt durch Gounods energische Fürsprache den Rompreis für die Kantate „L'enfant prodigue“. Er fühlte sich allerdings bei seinem Aufenthalt in der Villa Medici nicht wirklich wohl und kehrte nach drei Jahren vorzeitig zurück. Er ließ sich dauerhaft in Paris nieder, wo er als Komponist, Pianist, Dirigent und Musikkritiker („Revue blanche“ 1901) tätig war. Hier bewegte er sich hauptsächlich in Kreisen gleichgesinnter Maler, Musiker und Dichter. Bei der Weltausstellung in Paris 1889 lernte er javanische Gamelanmusik und indische Musik kennen – Klangeindrücke, die seine musikalische Entwicklung ebenso deutlich mitprägten wie die Eindrücke russischer Musik, vor allem durch Mussorgsky. 1908 unternahm er als Dirigent einige Reisen ins Ausland. Ein Jahr später wurde bei ihm eine Krebserkrankung festgestellt. Eine Operation 1915 brachte keine Besserung. Am 25. März starb Debussy an seinem Krebsleiden. Paris war zu dieser Zeit unter Beschuss. Nur zwanzig Angehörige und Freunde gaben ihm das letzte Geleit. Von Anfang an hatte Debussy gegen akademische Reglementierungen und Konventionen aufbegehrt und so mit Werken wie Prélude à l'après-midi d'un faune, La Mer, Pelléas et Mélisande, Images, Jeux, En blanc et en noir oder Fêtes galantes seinen eigenen wegweisenden Stil gefunden.

Biographie Diskographie [158] Texte [2] Werke [204]

Biographie

22.8.1862
geboren in St.-Germain-en-Laye
22.10.1872
Eintritt ins Konservatorium in Paris in den Fächern Klavier und Musiktheorie
1880
Kompositionsklasse von Guiraud
1884
Prix de Rome für die Kantate L'enfant prodigue; zweijähriger Aufenthalt in Rom
1888
Erster Besuch der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth
1889
Erstes Kennenlernen javanesischer Gamelan-Musik anläßliche der Weltausstellung in Paris
1893
Uraufführung La damoiselle élue in Paris
22.12.1894
Uraufführung Prélude à l'après-midi d'un faune in Paris
1897
Entstehung Trois chansons de Bilitis
Lebenskrise, Selbstmordversuch seiner Verlobten T. Roger
19.10.1899
Heirat mit Lily Texier
1901
Musikjournalist und dem Pseudonym "Monsieur Croche"
30.4.1902
Uraufführung Pelléa et Mélisande in Paris
1905
Entstehung von Images (1. Serie)
15.10.1905
Uraufführung La mer in Paris
30.10.1905
Geburt der Tochter Claude-Emma (Chou-Chou)
ClavierTage Göttingen
1906
Children's Corner (UA 1908)
20.1.1908
Heirat mit Emma Bardac
21.2.1908
Uraufführung Images (2. Serie)
1909
Beginn eines Krebsleidens
1909
Erfolgreiche Erstaufführung von Pelléas et Mélisande in London
Arbeit am ersten Buch der Préludes
1910
Uraufführung Iberia und Rondes de printemps in Paris
22.5.1911
Uraufführung Le martyre de Saint-Sébastian
1912
Arbeit am zweiten Buch der Préludes
15.5.1913
Uraufführung Jeux in Paris
1.12.1913
Uraufführung Syrinx in Paris
1914
Letzte Auslandsreise nach London
1915
Entstehung der Études für Klavier
5.5.1917
Uraufführung der Violinsonate g-Moll in Paris (letztes Werk)
25.3.1918
gestorben in Paris

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