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Johann Caspar Ferdinand Fischer

Biographie

Johann Caspar (Ferdinand) Fischer zählt zu den einflussreichen deutschen Komponisten für Tasteninstrumente des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Biographische Daten von ihm sind allerdings kaum überliefert. Er wurde am 18. Juni 1662 in Schlackenwerth (Ostrov) getauft und verbrachte dort seine Jugend. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am dortigen Piaristen-Kollegium. 1695 erschien sein erstes Opus (Le journal du printemps) bei Kroninger in Augsburg. Es ist dem Markgrafen Ludwig-Wilhelm von Baden gewidmet, der sein Dienstherr war. Das prächtige Orchesterwerk spiegelt den Glanz des Lebens bei Hofe wider. Ein weiteres wichtiges Werk ist Ariadne Musica, eine Sammlung von Präludien und Fugen in 20 verschiedenen Tonarten für Orgel, die als ein Vorläufer von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Clavier gelten kann. Bach hat die Werke Fischers „geliebt und studirt“ (Carl Philipp Emanuel Bach, 1775 an Johann Nicolaus Forkel). 1715 ist zum ersten Mal die musikalische Aktivität und Tätigkeit eines Hofkapellmeisters Fischer am Hofe des Markgrafen in Rastatt nachweisbar. In der Folge war er bis zu seinem Tod am 27. August 1746 über 30 Jahre lang am Hof beschäftigt. Er erlebte drei Regenten und prägte das musikalische Leben dort entscheidend. Er brachte viele französische Einflüsse in die deutsche Musik der damaligen Zeit ein. Viele seiner Kompositionen wurden zu seinen Lebzeiten veröffentlicht.

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