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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Benjamin Britten

* 22.11.1913 Lowestoft, Suffolk
† 04.12.1976 Aldeburgh

Vor vierzig Jahren starb einer der bedeutendsten Komponisten Englands: Benjamin Britten. Er wurde am 22. November 1913 in Lowestoft (Suffolk) als jüngstes von vier Kindern geboren. Sein Vater Robert war Zahnarzt, seine Mutter Edith gab ihm die ersten Klavierstunden als er fünf Jahre alt war. Mit dem Schuleintritt wurde der Komponist Frank Bridge sein Lehrer in Klavier und Bratsche, der ihn maßgeblich beeinflusste. Seine ersten Kompositionen verfasste Britten im Alter von acht Jahren. Mit den Variationen zu einem Thema von Frank Bridge (1937) erwies Britten nicht nur seinem Lehrer seine Referenz, sondern erregte auch als Komponist erste öffentliche Aufmerksamkeit. 1930-33 studierte er Klavier und Komposition am Royal College of Music in London. 1937 lernte er den Tenor Peter Pears kennen, für den er zahlreiche Lieder und viele Tenorpartien seiner Opern schrieb und der sein Lebensgefährte wurde. Aus Protest und als erklärter Pazifist verlässt Britten 1939 Europa und geht in die USA, kehrt jedoch 1942 wieder nach England zurück. Den Kriegsdienst verweigert und wird als Kriegsdienstverweigerer anerkannt. Er lässt sich in Aldeburgh nieder und widmet sich der Komposition und der Aufführung seiner Werke als Dirigent und Klavierbegleiter (meist mit Peter Pears). Mit Benjamin Britten hat England seit Henry Purcell wieder einen bedeutenden Komponisten, der eine eigenständige englische Oper schuf. Über Film und Rundfunk war Britten zum Theater gekommen. Seine erste Oper Peter Grimes (1944) war ein umfassender Erfolg und gehört heute zum Repertoire der Bühnen. Auch seine zahlreichen weiteren Opern fanden internationale Anerkennung. Es bildete sich die „Englische Operngruppe“, für die Britten jährlich ein Werk (meist ohne Chor und in Kammerbesetzung) schrieb und die mit diesen Werken auf Reisen ging: Raub der Lukretia (1946, mit einem Kammerorchester von zwölf Soloinstrumenten), Albert Herring (1947, komische Oper), Billy Budd (1951, nach Melville), Gloriana (1953, Krönungsoper). Bei der Kinderoper Wir machen eine Oper (1949) ist das Publikum zur aktiven Mitwirkung eingebunden. Sein Gesamtwerk umfasst daneben auch Kammermusik, Lieder, Sinfonien (Sinfonia da Requiem, 1940), Variationen und Fuge über ein Thema von Purcell, und Klavier- und Violinkonzerte in einem gemäßigt modernen Stil. 1974 wurde die Oper Tod in Venedig (nach Thomas Mann) uraufgeführt, gleichzeitig sein letztes Werk. Benjamin Britten starb am 4. Dezmeber 1976 in Aldeburgh. 1948 hatte er in seinem Wohnort Aldeburgh ein Musikfestival gegründet, das bis heute besteht.

Biographie Diskographie [61] Texte [7] Werke [103]

Texte

Benjamin Britten: The Rape of Lucretia

Produktion des Bremer Theaters

Wie Brittens Librettist Ronald Duncan mitteilte, entstand die Idee einer Oper mit kammermusikalischer Orchesterbegleitung bereits unmittelbar nach dem Erfolg, den der 33jährige Komponist mit seinem Erstling Peter Grimes gelandet hatte. Die Entstehung der Schändung der Lukrezia hat also primär wenig mit aufführungspraktischen Erwägungen zu tun.

[Benjamin G. Cohrs, 20.2.2003]weiterlesen ...

Brittens "War Requiem" beschließt Bach Wochen im Bremer Dom

Der Bremer Dom veranstaltet unter dem Motto „... und allen Kriegern versagen die Hände ...“ zwischen dem 27. April und 2. Juni zahlreiche Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen und Gottesdienste zum Gedenken des Kriegsendes vor 60 Jahren, am 8. Mai 1945. Dieser Gedenktag endet um 20 Uhr mit einem Sonderkonzert, mit dem zugleich die Bremer Bach Wochen 2005 ihren Abschluß finden.

[Benjamin G. Cohrs, 20.4.2005]weiterlesen ...

Gelungene Britten-Premiere in Hannover: "Peter Grimes"

Benjamin Brittens Meisterwerk „Peter Grimes“ spielt zwar am Meer, in einem Fischerdorf. Es ist aber alles andere als nur ein possierliches Seestück. Obwohl die Wogen zumal aus dem Orchestergraben ziemlich hochschlagen. Und dann sogar die exemplarischen Dorfbewohner zum bedrohlichen Chor-Brecher werden, der einen Einzelnen, einen Außenseiter vernichtet.

[Joachim Lange, 24.9.2007]weiterlesen ...

Frühlingserwachen

Der Frühling hat nicht nur Tondichter immer wieder inspiriert. Der ewige Kreislauf von Werden und Vergehen und das Erwachen der Gefühle sind zeitlose Aspekte von Frühlingsbetrachtungen. Fernab vom Mainstream stellt »KLASSIK heute« vier kaum bekannte Kompositionen vor, die sich eigenwillig mit dem Sujet auseinandersetzen und obendrein als autobiographische Schlüsselwerke entpuppen.

[Benjamin G. Cohrs, 30.5.2003]weiterlesen ...

Unter Möbeln begraben

Brittens "Billy Budd" in Hamburg

Der dirigierenden Hamburger Opernchefin Simone Young liegt Benjamin Britten offenkundig wesentlich näher als Richard Strauss. Weit entfernt vom Desaster mit ihrer „Frau ohne Schatten“ lässt sich nämlich musikalisch gegen die jüngste Neuproduktion von „Billy Budd“, Brittens zweiter großer See-Oper neben „Peter Grimes“, kaum etwas einwenden.

[Joachim Lange, 27.3.2007]weiterlesen ...

Sinfoniae da Requiem

An sich sind Totenmessen in Kirchen zu Hause. Es gibt aber viele prominente Vertonungen der Requiemsliturgie, die so populär geworden sind – etwa die Beiträge Mozarts, Verdis oder Faurés –, daß sie wohl öfter im Konzertsaal als in der Kirche aufgeführt werden. Andererseits haben sich aber auch einige Komponisten für ihre sinfonischen Werke vom Requiem-Themenkreis inspirieren lassen, ohne einen Chor zu beschäftigen.

[Benjamin G. Cohrs, 1.12.2001]weiterlesen ...

Weihnachtskantaten – einmal anders

Und es begab sich zu der Zeit, dass schon seit den Herbstferien Schoko-Weihnachtsmänner zu kaufen waren, und Chöre landauf, landab mit der Einstudierung des Bachschen Weihnachtsoratoriums begannen... Wenn auch eines der festlichsten, so ist das Weihnachtsoratorium doch keineswegs das einzige Werk, das die stille Zeit im Blick hat.

[Benjamin G. Cohrs, 2.12.2002]weiterlesen ...

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