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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Johann Friedrich Reichardt

* 25.11.1752 Königsberg
† 27.06.1814 Giebichenstein bei Halle

Der detusche Musikschriftsteller, Geiger und Komponist Johann Friedrich Reichardt war Sohn des Stadtmusikus Johann Reichardt und wurde von diesem in Musik und im Violinspiel unterrichtet. Im Alter von zehn Jahren ging er als "Violin-Wunderknabe" mit seinem Vater auf Konzertreisen durch Ostpreußen. Er studierte zunächst auf Betreiben von Immanuel Kant Jurisprudenz und Philosphie, wandte sich aber nach einer erneuten Konzertreise als Violin-Virtuose 1771 ganz der Musik zu. Er war Schüler von J.A. Hiller in Leipzig und G.A. Homilius in Dresden. Er pflegte freundschaftlichen Umgang mit Goethe, Tieck, Brentano und Eichendorff und entwickelte sich dadurch zu einem der Hauptmeister der Berliner Liederschule. Darüber hinaus erlangte er Bedeutung als einer der ersten Komponisten des Singspiels, aber auch mit Solo- und Chorliedern auf Goethe- und Schillertexte und mit den von ihm geschaffenen Liederspielen. Durchweg bis heute bedeutend sind auch seine schriftstellerischen Arbeiten, allen voran die Briefe eines aufmerksamen Reisenden die Musik betreffend. Reichardt wurde am 25. November 1752 in Königsberg bevoren und starb am 27. Juni 2814 in Giebichenstein bei Halle.

Biographie Diskographie [1] Werke [1]

Biographie

25.11.1752
geboren in Königsberg (Deutschland)
1762
Konzertreisen mit dem Vater durch Ostpreußen als Violin-Wunderkind
1763-1771
Auf Anraten Immanuel Kants Studium der Jurisprudenz und Philosophie in Königsberg und Leipzig.
1771
Erneute Konzertreise als Violin-Virtuose, die die Wende zur Musikerlaufbahn bedeutet.
1774
Reichardt kehrt er nach Königsberg zurück und wird Kammersekretär in Ragnit.
1774-776
Briefe eines aufmerksamen Reisenden die Musik betreffend
1775
Berufung durch Friedrich II. zum königlich preußischen Kapellmeister.
1777
Heirat mit der Sängerin und Pianistin Juliane Benda.
1781–1792
Musikalisches Kunstmagazin
1782
Erster Aufenthalt in Wien, Begegnung mit Christoph Willibald Gluck
1783
Seine Ehefrau Juliane stirbt am 9. Mai in Berlin
1783
Reichardt heiratet Johanna Dorothea Wilhelmina (verw. Hensler geb. Alberti).
Bechsteinkonzert
1791
Reichardt lässt sich in Giebichenstein bei Halle nieder.
1792
Reise nach Paris. Reichardt hegt Sympathien für die Französische Revolution, nimmt an Sitzungen der National-Versammlung teil und verfasst darüber die „Vertrauten Briefe aus Paris“.
1793
Studien für Tonkünstler und Musikfreunde
1794
Entlassung aus seinem Amt als Hofkapellmeister in Berlin als "Revolutionssympathisant" ohne Pension. Kauf des Gutes in Giebichenstein.
1796
Begnadigung und Ernennung Reichardts zum Salinendirektor in Halle.
1804
Vertraute Briefe aus Paris
1806
Flucht vor den Truppen Napoleons über Berlin und Danzig nach Königsberg. Plünderung seines Gutes durch die französischen Truppen.
1807
Rückkehr nach Halle und auf sein Anwesen in Giebichenstein.
1808
Berufung zum Kapellmeister der Hofkapelle in Kassel am Hof König Jerômes von Westphalen, dem Bruder Napoleons.
1809
Zweiter Aufenthalt in Wien. Stark beeindruckt von den Werken der Wiener Klassiker (Mozart, Haydn, Beethoven), öffnet er sich auch in seinem eigenen Schaffen der Wiener Klassik.
1810
Vertraute Briefe aus Wien
27.6.1814
Reichardt stirbt in Giebichenstein an den Folgen eines Magenleidens. Er wird auf dem seinem Besitz benachbarten Friedhof an der Bartholomäuskirche beerdigt. Sein Grab ist heute noch vorhanden.

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