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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Moritz Moszkowski

* 23.08.1854 Breslau
† 04.03.1925 Paris

Moritz Moszkowski war einer der herausragendsten Komponisten und Pianisten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, dessen Name und Werk danach fast nahezu in Vergessenheit geraten war. Geboren wurde er am 23. August 1854 in Breslau, er entstammte einem wohlhabenden Elternhaus. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er in Breslau, 1865 siedelte die Familie nach Dresden um. 1869 zog er nach Berlin, um seine Ausbildung zuerst am Stern’schen Konservatorium, dann an Theodor Kullak's Neuer Akademie der Tonkunst fortzusetzen. Anschließend unterrichtete er 1871 an der Kullak’schen Akademie. Er war auch ein sehr versierter Geiger und spielte gelegentlich 1. Geige im Konservatoriumsorchester. 1873 begann er seine ersten Konzertreisen als Klaviervirtuose und als Dirigent durch ganz Europa und machte sich schnell einen Namen als Pianist, Komponist und auch als Lehrer. 1875 spielte er sein Klavierkonzert für zwei Klavier zusammen mit Franz Liszt. 1884 heiratete er Henriette Chaminade, die jüngere Schwester der Pianistin und Komponistin Cécile Chaminade. Aus der Ehe ging ein Sohn (Marcel) und eine Tochter (Sylvia) hervor. Mitte der 80er Jahre machte sich ein Nervenleiden bemerkbar, weswegen er seine Konzertauftritte reduzieren musste und seine Tätigkeiten als Komponist, Dirigent und Lehrer intensivierte. 1887 erhielt er eine Einladung nach London, wo er etliche seiner Orchesterwerke aufführen konnte und Ehrenmitglied der Royal Philharmonic Society wurde. 1897 siedelte er – berühmt und wohlhabend – nach Paris um. 1899 wurde er zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt, mehrfach wurde er in die USA eingeladen, um Klaviere und Konzertflügel vorzuführen, aber trotz hoher Gagenangebote lehnte er stets ab. Er blieb bis zu seinem Tod in Paris, obwohl ihm hier jeglicher Erfolg versagt blieb. Er lebte mehr und mehr zurückgezogen, erkrankte 1908 schwer, nahm keine Kompositionsschüler mehr auf und seine Popularität und Karriere begannen zu sinken. Nachdem er alle seine Copyrights verkauft hatte und während des Ersten Weltkrieges seinen sämtlichen Besitz in Kriegsanleihen für Österreich und Deutschland investiert hatte, war er nach dem Ersten Weltkrieg und dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch dieser beiden Staaten finanziell ruiniert. Frühere Schüler sammelten für ihn und organisierten am 21. Dezember 1924 eine Benefizveranstaltung in der Londoner Carnegie Hall, die ihm aber nicht mehr entsprechend zugute kommen konnte. Moritz Moszkowski verstarb verarmt am 4. März 1925 an Magenkrebs.

Diskographie [12] Werke [16]

Diskographie aktuelle Auswahl: 12

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"Inspiration"

Nikola Komatina

GWK 133;4260113461334
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Man kennt das: zur besten Sommerzeit fluten sie die deutschen Fußgängerzonen, spielen Bach & Co rauf und runter, ein Entkommen ist praktisch so gut wie unmöglich. Die Rede ist von den Schaaren russischer Akkordeonspieler, die Jahr um Jahr ihren ...

GWK Records GWK 133 • 1 CD • 54 min.

13.10.17 [9 8 9]

Horowitz

Return to Chicago

479 4649;0028947946496
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Es ist das Zeugnis eines Künstlers in seinem (wie die Amerikaner sagen) „indian summer“. Vladimir Horowitz stand damals 1986 im 83. Jahr, als er das 37. und letzte Konzert in seiner Lieblingsstadt Chicago gab. Der legendäre Pianist durchlief ja eine ...

DG 479 4649 • 2 CD • 122 min.

03.12.15 [9 7 10]

Horowitz Live And Unedited - The Historic 1965 Carnegie Hall Return Concert

S2K93023;5099709302329
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Eine der schönsten, attraktivsten und auch lehrreichsten Editionen der letzten Jahre! Auf zwei CDs und einer – allerdings recht „kurzatmigen“ – DVD bringt die Firma Sony akustisches Licht hinter die Live-Gewohnheiten des Mediums Schallplatte in ...

Sony Classical S2K93023 • 2 CD + Bonus-DVD • 106 min.

14.01.04 [10 9 10]

M. Moszkowski

7060;7619911070601
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Die deutsche Teldec bringt das Wiener Neujahrskonzert etwa eine Woche nach kritisch umjubeltem Werkvollzug auf den CD-Weg. Bei Tudor nimmt man sich mit der Publikation schon etwas mehr Zeit (AD s.o.). Wer würde auch in größere Unruhe geraten, sollte ...

Tudor 7060 • 1 CD • 72 min.

01.03.01 [6 6 6]

Pearls of Classical Music

Works by Haydn, Beethoven, Weber, Chopin, Liszt, Saint-Saëns, Moszkowsky and Lyapunov

GEN 17452;4260036254525
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Die deutsch-koreanische Pianistin Caroline Fischer ist mittlerweile in einer weltweiten Karriere angekommen. Wenn sie ihre neueste Einspielung „Pearls of Classical Music“ betitelt, soll dies kein kommerzielles Hochglanzetikett sein, sondern wohl ...

Genuin GEN 17452 • 1 CD • 68 min.

10.01.17 [10 10 10]

Great Pianists – Friedman
Complete Recordings Vol. 1

8.110684;0636943168424
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Gewiss, das Grundrauschen ist enorm, aber man gewöhnt sich daran. Denn es macht einfach Spaß – in Zeiten, in denen quasi maschinelle Perfektion und damit verbunden gestochen scharf metronomisches Spiel en vogue sind – wieder einmal einem Pianisten ...

Naxos 8.110684 • 1 CD • 75 min.

28.08.02 [8 3 6]

Pletnev live at Carnegie Hall

471 157-2;0028947115724
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Im österreichischen Rundfunk beeindruckte kürzlich eine vierteilige Radiokolleg-Serie von Albert Hosp über das Phänomen des "Fehlers" in der Musik und in der musikalischen Praxis. Viele Ängste, Überlegungen und Spekulationen im Umfeld dieses ...

DG 471 157-2 • 2 CD • 102 min.

01.06.01 [10 10 10]

The Romantic Violin Concerto Vol. 4

CDA67389;0034571173894
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Mit Volumen IV der Reihe „The Romantic Violin Concerto“ hat Hyperion wieder Lücken geschlossen: Das Violinkonzert op. 8 zeugt von der phänomenalen Begabung des polnischen Komponisten Mieczyslaw Karlowicz (1876–1909), der, kaum über 30, beim ...

Hyperion CDA67389 • 1 CD • 73 min.

17.08.04 [9 9 9]

Virtuose Salonmusik

ECD-1341;00000ECD-1341
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Im Motto dieser vom Programm her anregenden, dem Liebhaber virtuoser Gustostückerln - wie der Österreicher zu sagen pflegt - durchaus in den musikalischen Kram passenden Original- und Bearbeitungskollektion muß ein musikliterarischer (und ...

Elisio ECD-1341 • 1 CD • 74 min.

16.04.02 [7 7 7]

Trio Koch

KTC 1543;8711801015439
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Müsste ich mit nur zwei Worten den Eindruck beschreiben, den das CD-Debüt des Luxemburger Trio Koch auch nach wiederholtem Anhören auf mich macht, so wäre nichts passender, als die Satzbezeichnung des Kopfsatzes von Moritz Moszkowskis Suite g-Moll ...

Etcetera KTC 1543 • 1 CD • 57 min.

29.04.16 [10 9 10]

The Welte Mignon Mystery Vol. XVI
Josef Lhévinne today playing all his 1906/1911 European interpretations

180;4009850018001
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Der hier wieder einmal mit seinen Einspielungen präsentierte, ja zu Recht gefeierte Josef Lhévinne wurde im Dezember 1874 als neuntes Kind des Trompeters Arkady Levin geboren. Bereits im zarten Alter von elf Jahren wurde er als Schüler des Moskauer ...

Tacet 180 • 2 CD • 107 min.

08.12.10 [8 8 8]

J.-D. Alard • M. Moszkowski • H. Wieniawski

BIS-CD-1016;7318590010167
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Es ist so eine Sache mit der Salonmusik. Moritz Moszkowski beispielsweise ist so ein Komponist, über den nach märchenhaftem Erfolg zu Lebzeiten die Dampfwalze der Geringschätzung des 20. Jahrhunderts hinwegrollte: schwülstig, bieder, billig, ...

BIS BIS-CD-1016 • 1 CD • 68 min.

01.03.00 [8 10 8]

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