Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Rued Langgaard

* 28.07.1893 Kopenhagen
† 10.07.1952 Ribe, Südjütland

Biographie Diskographie [5] Werke [16]

Biographie

28.7.1893
geboren in Kopenhagen (Dänemark) als einziges Kind des Pianisten und Komponisten Siegfried Langgaard und der Pianistin Emma Langgaard.
1901
Erste Kompositionen kleiner Klavierstücke. Spielt Orgel und Klavier. Erhält Privatunterricht in musischen sowie in schulischen Fächern. Daneben zeigt er ein beachtliches Talent im Zeichnen und Malen. Darüber hinaus beginnt er auch, Geschichten zu schreiben, oft dramatischen Inhalts, deren Handlung sich um den Tod dreht.
1905
Im April gibt er sein Debüt als Organist und Orgelimprovisator in der Frederikskirken Copenhagen. Langgaards große musikalischen Fähigkeiten erstaunen die Öffentlichkeit, darunter auch Edvard Grieg.
1907
Für eine kurze Zeit Unterricht im Kontrapunkt bei Carl Nielsen. Kompositionsunterricht bei seinem Vater. Er komponiert erste kurze Orchesterstücke mit und ohne Chor, Lieder und Klavierstücke (Night on the Sound und In a Churchyard by Night).
1912
Aushilfsorganist in der Frederikskirkeen. Er bewirbt sich später unzählige Male um eine Organistenstelle, wird aber trotz seiner hohen Qualifikation immer wieder abgelehnt.
1913
10. April Konzert in Berlin mit den Berliner Philharmonikern. Es werden ausschließlich Kompositionen von ihm gespielt. Er erntet begeisterte Kritiken. Während eines Sommeraufenthaltes in Kyrkhult, Blekinge (Schweden) verliebt er sich in ein Mädchen namens Dora.
1914
Sein Vater stirbt. Rued lebt bei seiner Mutter bis zu deren Tod 1926. Er gibt sein Debüt als Dirigent in einem Konzert der Gesellschaft Musikforeningen Copenhagen. Später dirigiert er nur noch gelegentlich, in der Hauptsache dann eigene Werke.
1915
Mentale Krise. Aufenthalt im Sanatorium in Tyringe, Scania.
1916
Komposition der Phantasie-Sonate, der von der Theosophie inspirierten Sinfonia interna und seines visionärsten Werkes The Music of the Spheres.
1918
Komposition der Gitanjali Hymnen nach einer Gedichtsammlung von Rabindranath Tagore
1920
Am 25.1. Uraufführung der Gitanjali-Hymnen in vollständiger Form in einem Konzert der Gesellschaft der Berliner Secession. Seitdem nicht mehr aufgeführt.
1923
Beendigung der Oper Antichrist, die er dem Königlichen Theater Kopenhagen widmet. Sie wurde jedoch nie aufgeführt. Aufgrund dessen überarbeitet er den Antichrist immer wieder aufs Neue und erstellt neue Versionen.
1927
Hochzeit mit Valborg Constance Olivia Tetens, einer Freundin seiner Mutter. Sie half ihr während der verganenen sechs Jahre täglich zuhause aus.
1930
Aufführung der Sinfonie Nr. 4 (Leaf Fall) im Rahmen einer Studioproduktion des Dänischen Rundfunks als Teil einer Porträtserie "Dänische Komponisten unserer Zeit". In den Jahren danach wird Langgaards Musik fast ausschließlich im Rundfunk gespielt, meist unter dem Dirigenten Laury Grendahl.
1940
Erhält die wirklich einzige dauerhafte Stelle seines Lebens, und zwar als Organist an der Kathedrale zu Ribe in Südjütland. Er verbringt den Rest seines Lebens in Ribe, wo er bald als exzentrisch galt.
1947
Komponiert u.a. die Insanity Fantasy. Der erste Satz ist eine Umarbeitung der Phantasie-Sonate. Mit dem Motto "An der Bonner Kathedrale in Ribe" unterstreicht er seine starke Affinität zu Robert Schumann.
1948
Kompositionen The Music of the Hel-Spheres, Sinfonie Nr. 4 und The Tempest. Im Vorwort zur Sinfonie vergleicht er eine Nachtspaziergang durch Ribe mit Orpheus' Gang in die Unterwelt.
1951
Im August wir die letzte Fotografie von Rued Langgaard gemacht.
10.7.1952
Er stirbt im Hospital in Ribe, Südjütland (Dänemark), in der Nacht vom 9. auf den 10. Juli.

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc