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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Hans Werner Henze

dt. Komponist

* 01.07.1926 Gütersloh
† 27.10.2012 Dresden

Den 90. Geburtstag eines der bedeutendsten Komponisten der Moderne kann die Musikwelt heute feiern: Am 1. Juli 1926 wurde Hans Werner Henze in Gütersloh geboren. Er wuchs in einer großen Familie mit fünf jüngeren Geschwistern auf und zeigte schon sehr früh Interesse an Musik und Kunst. Seine ersten Kompositionen – Klavierstücke – entstanden im Alter von zwölf Jahren. Er studierte in Braunschweig und Heidelberg und war dort Schüler von Wolfgang Fortner. 1948/49 war er musikalischer Leiter des Deutschen Theaters in Konstanz. 1949 ging er nach Darmstadt und schließlich nach Paris, um bei René Leibowitz Schönbergs Zwölftontechnik zu studieren, 1950-53 war er Leiter am Staatstheater Wiesbaden. Der internationale Druchbruch gelang ihm in der Zusammenarbeit mit Ingeborg Bachmann 1964 mit der Oper Der junge Lord. Henze schuf mehr als 40 Bühnenwerke und zehn Sinfonien. Die meisten seiner 15 Opern haben schnell Eingang ins internationale Repertoire gefunden. Henze gilt als der meistgespielte zeitgenössische Komponist. Zu seinen bekanntesten Werken zählen neben der 9. Sinfonie unter anderem die Opern Boulevard Solitude (1952), König Hirsch (1956), Der Prinz von Homburg (1960), sowie die Elegie für junge Liebende (1961), mit der Henze seinen Ruf als Opernkomponist festigte und Die Bassariden, die 1966 in Salzburg bejubelt wurde. Henze war ein äußerst vielseitiger Komponist. Sein Werkverzeichnis enthält Stücke aller musikalischen Gattungen. Mit dem „Cantiere Internazionale d’Arte Montepulciano“ und der „Münchener Biennale – Internationales Festival für Neues Musiktheater“ hat Henze zwei Festivals geschaffen, die den Beginn bedeutender Karrieren markieren und aus dem internationalen Kulturleben nicht mehr wegzudenken sind. Hans Werner Henze hat zahlreiche Ehrungen erhalten, darunter mehrere Ehrendoktorwürden, den „Praemium Imperiale“ des Kaisers von Japan, das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Ernennung zum „Chevalier de la Légion d’honneur“. Bis zu seinem Tode war er im Musikleben aktiv, zuletzt als „Capell-Compositeur“ der Dresdner Staatskapelle. Hans Werner Henze starb am 27. Oktober 2012 in Dresden. Er lebte seit 1952 in Italien und wurde in seiner Wahlheimat Marino bei Rom beigesetzt.

Biographie Diskographie [8] Texte [3] Werke [15]

Biographie

1.7.1926
geboren in Gütersloh
1942
Ausbildung an der Staatl. Musikschule in Braunschweig.
1944
Militärdienst.
1945
Tätigkeit als Korepititor.
1946
Studium der Kirchenmusik bei Wolfgang Fortner in Heidelberg.
1948
UA der ersten Sinfonie in Bad Pyrmont.
1949
UA der Oper "Die Bassarieden" in Heidelberg.
1950
Künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.
1953
Übersiedelung nach Italien.
1956
UA der Oper "König Hirsch" in Berlin.
1958
UA des Balletts "Undine" am Royal Opera House Covent Garden, London.
1960
UA der Oper "Der Prinz von Homburg" in Hamburg.
1961
UA "Elegie für junge Liebende" bei den Schwetzinger Festspielen.
1962
Lehrtätigkeit (Kompostion) am Salzburger Mozarteum.
1965
UA der Oper "Der junge Lord".
1966
Filmmusik zu Volker Schlöndoffs Film "Der junge Törless", "Die Bassariden" bei den Salzburger Festspielen.
1969-1970
Aufenthalt in Havanna, Cuba, dort UA der sechsten Sinfonie.
1971
UA von "Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer" in Rom.
1976
UA von "We Come to the River" (musikalische Aktion) in London.
1976
UA von "Don Quichotte" nach Paisiello in Montepulciano.
1979
Ballett-UA von "Orpheus" an der Staatsoper Stuttgart.
1983
UA von "Die englische Katze" in Schwetzingen.
1984
Vollendung der siebten Sinfonie.
1988
Mitbegründer und Leiter der ersten Münchner Biennale für neues Musiiktheater.
1989
Buchveröffentlichung des Komponisten: Wie "Die Englische Katze" entstand. Ein Arbeitsjournal. Fischer Verlag, 1989
1990
UA der Oper "Das verratene Meer" an der Deutschen Oper Berlin.
1997
UA der Oper "Venus und Adonis" in München.
2002
In Paris werden bei einem "Henze-Festival" alle zehn Sinfonien aufgeführt, viele davon als franzöische Uraufführungen. Der Komponist reist nach Paris und ist bei einem Teil der Konzerte anwesend.
2003
UA der Oper "L'Upupa oder der Triumph der Sohnesliebe" als Auftragswerk der Salzburger Festspiele in der Inszenierung von Dieter Dorn. Die UA wird von Christian Thielemann dirigiert und entstand als Koproduktion mit der Deutschen Oper Berlin, dem Maggio Musicale Fiorentiono und dem Teatro Real de Madrid.
2007
Premiere der Konzertoper "Phaedra" an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Leitung: Michael Boder.
2011
Hommage zum 85. Geburtstag des Komponisten in Münster.
2012
Zur Eröffnung der Spielzeit 2012/13 bringt die Dresdner Semperoper die Antikriegsoper "Wir erreichen den Flus - we come to the river" in Anwesenheit des Komponisten. Am 27. Oktober stirbt Henze in Dresden.
27.10.2012
Henze stirbt in Dresden im Alter von 86 Jahren.

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