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Nikola Djoric

serb. Akkordeonspieler


Diskographie [1] Texte [1]

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Neue Klangwelten – hart und zart

Das Duo Topalovic – Djoric im Berliner Piano Salon Christophori

Nicht immer einfach, aber reizvoll: Man staunt, wie gut die Farben von Cello und Akkordeon zusammenpassen. Im Piano Salon Christophori stellten Ana Topalovic und Nikola Djoric am 6. April 2016 die Highlights aus aktuellen CDs vor.

Für die ungewöhnliche Besetzung müssen die meistens Stücke Arrangements sein, und besonders das Akkordeon hat die schwere Aufgabe, virtuose Klavierparts auf sein Instrument zu übertragen Gerade als Solist kann der aus Serbien stammende und in Wien ausgebildete Nikola Djoric ganz neue, verblüffende Klangwelten erschaffen. Mit differenzierter Registrierungskunst entfaltet Bachs „Italienisches Konzert“ quasi Orchesterpracht, aus der lyrische Episoden empfindsam hervortreten. Wie Djoric das komplexe Stimmengefüge transparent belebt, das ist ebenso intelligent wie fantasievoll. Mozarts a-Moll-Sonate erhält rhythmische Unerbittlichkeit und zugleich einen großen gesanglichen Atem, der auf dem Klavier nur schwer zu erreichen ist; bei Scarlatti wiederum entzücken Lautmalereien, die plötzlich Trommeln und Pfeifen des alten Andalusiens hören lassen.

Nikola Djoric ist der Musik total hingegeben, lässt sein Instrument mit ihr atmen. Im Duo mit der Cellistin Ana Topalovic zeigen sich unterschiedliche Temperamente. Nichts gegen die kammermusikalische Fassung von Opernarien, doch der Herz-Schmerz in Tschaikowskys „Lenski“-Arie oder im Lamento aus Purcels „Dido und Aeneas“ - wirkt in voluminöser Cellokantilene ein wenig dominant und drängt das Akkordeon in den Hintergrund. In Beethovens Variationen „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ dagegen entstehen schöne Dialoge in reizvollen Farbkonstrasten; erfrischend der „Wutmarsch“ von Johanna Doderer mit knackigen Dissonanzen. Während das Cello in Bartóks Rumänischen Volkstänzen der originalen Geigenfassung hinterherspielen muss, kann es bei Astor Piazzollas „Gran Tango“ mehr Schmelz und Temperament zeigen und mit dem Akkordeon hart und zart von argentinischem Großstadtflair erzählen.

Isabel Herzfeld [19.4.2016]

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