Gregor Piatigorsky: Biographie
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Gregor Piatigorsky

* 17.04.1903 in Jekaterionslaw
† 06.08.1976 in Los Angeles

Gregor Piatigorsky war einer der führenden Cellisten des 20. Jahrhunderts. Geboren wurde er am 17. April 1903 in Jekaterinoslaw in Südrussland. Er studierte zunächst am Konservatorium seiner Heimatstadt. Mit acht Jahren erhielt er ein Stipendium und setzte seine Studien in Moskau am Konservatorium und an der Lehranstalt der Moskauer Philharmonischen Gesellschaft fort. Die ersten Konzertauftritte absolvierte er als Neunjähriger, als Vierzehnjähriger wurde er 1. Cellist am Bolschoi Theater. 1921 verließ er in einer dramatischen Flucht die damalige Sowjetunion und studierte bei Julius Klengel in Leipzig weiter. Von 1924 bis 1929 war er 1. Cellist bei den Berliner Philharmonikern. Als Kammermusiker machte er sehr rasch international Karriere und spielte in wechselnden Formationen mit Sergeij Rachmaninow, Artur Schnabel, Carl Flesch, Vladimir Horowitz, Nathan Milstein, William Primrose, Arthur Rubinstein und Jascha Heifetz. 1926 unterrichtete er am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin. Neben seiner umfangreichen Konzerttätigkeit übernahm er von 1941 bis 1954 weitere Lehrtätigkeiten am Berkshire Festival Music Center in Tanglewood sowie am Curtis Institute in Philadelphia (1942 bis 1951). Ab 1957 leitete er eine Meisterklasse am College of Music der Boston University, 1962 bis 1976 an der University of Southern California in Los Angeles und von 1967 bis 1973 an der Performing Arts Academy des Los Angeles Music Center. Zahlreiche Komponisten widmeten ihm Werke(Webern, Prokofieff, Milhaud, Hindemith, Bloch, Walton, Martinů, Copland, Castelnuovo-Tedesco, Rózsa), die er größtenteils auch selbst uraufführte. Er starb vor 40 Jahren am 6. August 1976 in Los Angeles.

Biographie

Biographie

1903
geboren in Jekaterioslaw, Ukranine in eine Musikerfamilie. Studium am Konservatorium seiner Heimatstadt, anschließend am Moskauer Konservatorium. Bereits als Neunjähriger gibt er seine ersten Konzerte.
1918
Erster Cellist im Orchester des Bolschoi-Theaters Moskau.
1921
Emigration aus der Sowjetunion. Fortsetzung seiner Studien bei Julius Klegel in Dresden.
1924-1929
Erster Cellist der Berliner Philharmoniker. Als Kammermusiker spielt er u.a. mit Artur Schnabel, Sergej Rachmaninow, Vladimir Horowitz, William Primerose und Jascha Heifetz.
1937
Heirat mit Jacqueline de Rothschild aus der Bankiersfamilie. Übersiedelung nach Frankreich.
1940
Während des 2. Weltkriegs Übersiedelung in die USA, wo Piatigorsky neben seiner Konzerttätigkeit an verschiedenen Universitäten unterrichtet.
1942-1951
Dozent am Curtis Institut in Philadelphia.
1957
Meisterklasse an der Boston University.
1962-1973
Dozent an der Performing Arts Academy des Los Angeles Music Center. Zahlreiche zeitgenössische Komponisten widmen ihm Werke, die er uraufführt, darunter Webern, Prokofieff, Milhaud, Hindemith, Copland und Castelnuovo-Tedesco.
1976
Im Alter von 73 Jahren stirbt der Cellist an Krebs in Los Angeles. Über sein Leben als Musiker hat er das Buch "Mein Cello und ich und unsere Begegnungen" geschrieben (Tübingen, 1968).

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